Dr. med. univ. Christian Pfiszter / Ordination für Ganzheitsmedizin / 8020 Graz, Baiernhofweg 8 / Tel.: 0316 576530
Ambulante Fastenkur


Sicher kennen Sie das Völlegefühl und Unbehagen nach Festivitäten. Man fühlt sich schlapp und matt, die Kleidung spannt an allen möglichen und unmöglichen Stellen, die unbarmherzige Waage zeigt überflüssige Kilos und ein kritischer Blick in den Spiegel enthüllt die ganze Wahrheit! Viele wissen dann intuitiv, daß es Zeit ist zum Abnehmen und Entschlacken und wollen einen Neubeginn.

Wie soll man fasten? Welche Kur ist zu empfehlen? Was hilft vor allem langfristig?

Ich empfehle meinen Patienten eine modifizierte F.X. Mayr-Kur. Das Ziel der Fastenkur sollte aber nicht nur eine nachhaltige Gewichtsreduktion sein, sondern vor allem die Entschlackung des gesamten Körpers. Junge Menschen können ebenso von der Kur profitieren wie ältere. Wenn man früher damit beginnt, reichern sich weniger Abbauprodukte im Gewebe an, die in späteren Jahren den Organismus belasten.

Die Mayr-Kur ist eine Fastenkur mit Milch, Gebäck, Tee, und Wasser. Sie hat den großen Vorteil, daß durchaus während der täglichen Verpflichtungen und Arbeit gefastet werden kann, denn man fühlt sich nicht so kraftlos und matt, wie bei vielen anderen Kuren. Für den Organismus ist ist es eine schonende Kur, weil die Gewichtsreduktion langsam eintritt, dafür in der Regel aber beibehalten wird. Im Laufe des Fastens bemerkt man, wie der Körper immer feinfühliger reagiert und die Sinne wiedererwachen. Nach der Kur fühlt man sich vital und energiegeladen und viele Menschen sind erstaunt über ihr gesteigertes Geschmacksempfinden. „Ich hätte nie gedacht, daß ein guter steirischer Apfel so intensiv schmeckt, so viele feine Geschmacksnuancen hat und dermaßen den Speichelfluss anregt” sagte mir ein Patient stellvertretend für viele, die nach der Kur langsamer, bewusster und mit mehr Genuss essen. Ich selbst habe mit 17 Jahren das erste Mal mit der F.X. Mayr-Kur gefastet und möchte nun meine langjährigen positiven Erfahrungen weitergeben.

Das Paket „Ambulante Fastenkur” enthält:

erweiterte Vorsorgeuntersuchung mit weiteren Laborwerten (BSG, Kreatinin, für Männer zus.: Hämoglobin, Harnsäure), EKG mit Herzfrequenzanalyse und Ultraschalluntersuchung des Bauches
1 kurze Kontrolluntersuchungen pro Woche und jede Menge „moralische Unterstützung fürs Durchhalten” ;-)
2 Einheiten „pulsierende Magnetfeldtherapie“ und Sauerstofftherapie von jeweils 30 Minuten Dauer
Abschlussuntersuchung mit Blutabnahme und wichtigen Laborwerten (Blutzucker, Cholesterin, Triglyceride, HDL)

Die Leistungen sind privat zu bezahlen. Den Preis für die „ambulante Fastenkur“ beträgt EUR 180.-

Selbstverständlich können Sie die ambulante Fastenkur auch alleine, ohne ärztliche Kontrolle, durchführen. In diesem Fall rate ich zu einer kurzen und kostenlosen Vorsorgeuntersuchung. Die zusätzlichen wichtigen zusätzlichen Laboranalysen BSG, Kreatinin, bei Männern auch Harnsäure, sowie die ganz kurze Beratung für die Fastenkur wird gesondert als Privatleistung verrechnet. Für Frauen kostet dieses kleine „Paket“ EUR 50.- und für Männer, auf Grund der zusätzlichen Laboranalyse EUR 75.-



Es vergeht kein Monat ohne daß mehr oder weniger kompetente Zeitschriften neue „revolutionäre” Diäten oder Fastenkuren präsentieren. Ein gar nicht so kleiner Teil der gläubigen Leserschaft versucht die neue Kur durchzuziehen, mit dem Effekt, daß man nach all der Plage und Pein noch einiges an Gewicht zugelegt hat. Aber auch ältere Ernährungsmodelle, wie die Haysche Trennkost oder die Makrobiotik haben sich aus ernährungsphysiologischer Sicht als nicht empfehlenswert herausgestellt.

Bei zu rascher Gewichtsabnahme stellt der Körper den Stoffwechsel auf ein Sparprogramm um und kommt mit weniger Energie aus. Wir kennen diesen Effekt von allen möglichen Fastenkuren, bei denen am Beginn des Fastens die Kilos rasch purzeln. Allerdings bleibt die Waage nach einigen Tagen bei einem bestimmten Gewicht stehen. Nach Beendigung des Fastens holt der Körper Versäumtes auf und nimmt rasch wieder an Gewicht zu. Oftmals wird das Körpergewicht nach der Kur über dem Ausgangsgewicht zu Beginn der Fastenkur liegen. Im Gegensatz dazu wird durch allmähliche Einschränkung der zugeführten Energiemenge und reichlich Bewegung diese Stoffwechselumstellung vermieden. Dadurch lässt sich eine schonende und vor allem dauerhafte Gewichtsreduktion erzielen.

Für einen gesunden Menschen ist ein gelegentlicher Fastentag und die bis zu zwei Wochen dauernde Fastenkur empfehlenswert. Beim älteren Menschen hingegen ist Vorsicht angebracht. Man muß klar sagen, daß zu wenig Kohlenhydrate (unter 50g/Tag) zu einem erheblichen Natrium- und Kaliumverlust führen und in weiterer Folge auch zum Wasserverlust. Dadurch sinkt der Blutdruck und es besteht die Gefahr einer Minderdurchblutung der Hirngefäße und Herzkranzgefäße. Schlaganfall und Herzinfarkt können die Folge davon sein. Der Kaliumverlust kann zu Herzrhythmusstörungen beitragen.

Durch den Fettabbau fallen sogenannte Ketonkörper vermehrt im Blut an, die ihrerseits die Harnsäureauscheidung hemmen. Der Harnsäurespiegel im Blut steigt an, mit der möglichen Entwicklung eines Gichtanfalles. Zuwenig Eiweiß (unter 40g/Tag) in der Nahrung verursacht den Abbau von Herz- und Skelettmuskulatur und durch die verringerte Bildung von Abwehrstoffen auch eine Infektanfälligkeit.

Wie Sie sehen ist eine Fastenkur nicht so unbedenklich wie manche meinen, besonders nicht bei älteren Menschen mit vorbestehenden Organstörungen. In jedem Fall empfiehlt sich daher die ärztliche Überwachung einer ambulanten Fastenkur.


Die positiven Effekte der Fastenkur lassen sich noch wesentlich steigern, wenn sie zusammen mit einer moderaten Überwärmungstherapie gemacht wird.


Die Ganzkörperhyperthermie hat folgende Wirkungen:


Steigerung der Durchblutung
verbesserter Sauerstofftransport zu den Körperzellen und Geweben
verbesserter Abtransport von Stoffwechselausscheidungsprodukten und zum Teil auch von Umweltgiften
Entspannung tief liegender Muskelgruppen
Stimulation und Harmonisierung des Immunsystemes in Abhängigkeit von der Temperatur und Hyperthermiedauer
Anregung natürlicher Heilprozesse
stimmungsaufhellend
Aktivierung der Fettverbrennung
Hormonfreisetzung in Abhängigkeit von der Temperatur (z.B. körpereigenes Kortison)
beschleunigte Reizleitung der Nervenzellen
tiefgreifende Entschlackung der Haut


Die Hyperthermie kann folgende Erkrankungen und Symptome günstig beeinflussen oder lindern:

Erschöpfungszustände (Burnout Syndrom)
Verspannung tief liegender Muskulatur
Regeneration und Rehabilitation in der Sportmedizin
beeinträchtiges Allgemeinbefinden
chronische Rückenschmerzen (nach genauer klinischer Diagnose)
Fibromyalgiesyndrom
rheumatische Erkrankungen (in Abhängigkeit von der Aktivität der Erkrankung)
Morbus Bechterew (in Abhängigkeit von der Aktivität der Erkrankung)
chronisch allergischer Schnupfen
Asthma bronchiale
Neurodermitis
Ausleitung von Giftstoffen (Schwermetalle etc.)
Bluthochdruck
Infektanfälligkeit
chronische Entzündungen (Nasennebenhöhlen, Harnwege, Prostata, Eierstöcke)
Anregung des Immunsystemes bei Tumorerkankungen unterstützend zu den etablierten Methoden Chirurgie, Chemotherapie und Bestrahlung
Sklerodermie (in Abhängigkeit von der Aktivität der Erkrankung)
saisonal abhängige Depression
Neuralgien
Migräne


Bei folgenden Erkrankungen und Bedingungen sollte die Hyperthermie nicht durchgeführt werden:

Schwangerschaft
schwere Erkrankungen der Organe: Herz, Lunge, Niere, Leber und Gehirn
akute und schwere Entzündungen und Infektionen
Epilepsie
Schlaganfall
Thrombose
Diabetes mellitus I
Schilddrüsenüberfunktion
Sonnenbrand



Die Ganzkörperhyperthermie erzielt als vor allem als “Kur” mit einer Serie von 8 bis 12 Therapien von jeweils etwa 1 Stunde Dauer gute therapeutische Ergebnisse. Zuvor wird eine Eingangsuntersuchung zur Bestimmung des Gesundheitszustandes und zum Ausschluss von Gegenanzeigen durchgeführt. Dafür ist aber auch eine Vorsorgeuntersuchung auf Krankenschein ausreichend und ohne finanziellen Aufwand möglich. Selbstverständlich können Sie erst einmal eine einzelne Oxithermiebehandlung versuchen und sich erst später für eine Behandlungsserie entscheiden. Die Behandlung kostet pro Einheit ab EUR 90.- und wird nicht von den Krankenkassen bezahlt.