Dr. med. univ. Christian Pfiszter / Ordination für Ganzheitsmedizin / 8020 Graz, Baiernhofweg 8 / Tel.: 0316 576530
Magnetfeldtherapie

Die Magnetfeldtherapie ist eine naturheilkundliche Heilmethode mit regulativem Einfluss auf viele Funktionskreise und Gesundheitsstörungen. Für unsere Sinne ist das Magnetfeld eine nicht direkt wahrnehmbare Energieform, die in der Lage ist, den Körper beinahe ungeschwächt zu durchdringen. Dadurch kann diese Therapie vor allem auch in der Tiefe des Körpers seine Wirkung entfalten.

Die genauen Mechanismen der Wirkungsweise werden zur Zeit erforscht. Internationale Studien bescheinigen der Magnetfeldtherapie in vielen Fällen die signifikante Wirksamkeit. Es gibt Hinweise dafür, dass therapeutische Magnetfelder an zentralen Schaltstellen von Zellen wirken. Hauptangriffspunkte sind die Membran, die als schützende und regulative Hülle die Zelle umgibt, die Mitochondrien (kleine energieproduzierende Organellen in der Zelle) und der Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen.

Durch die Magnetfeldtherapie wird den Zellen mehr Sauerstoff und Energie zur Verfügung gestellt, sodass sie ihre Funktionen optimieren können. Dies ist die Voraussetzung für die Gesundung von geschädigten Strukturen und Organen und letztlich des ganzen Körpers.


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Die Wirkungsweise der Magnetfeldtherapie kurz zusammengefasst

verbesserte Durchblutung
verbesserte Sauerstoffversorgung
entzündungshemmend
schmerzstillend
abschwellend
Stoffwechselanregung
verbesserter Knochenaufbau nach Brüchen und bei Osteoporose
verbesserte Wundheilung
und zum Schluß, aber nicht zuletzt: Beruhigung und Entspannung

Bei welchen Erkrankungen und Funktionsstörungen kann die Magnetfeldtherapie eingesetzt werden?

Viele Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen werden durch die Magnetfeldtherapie positiv beeinflusst und die Beschwerden deutlich gelindert. In Kombination mit anderen ärztlichen Maßnahmen und unter ärztlicher Kontrolle kann die Magnetfeldtherapie nach aktuellem Wissensstand für folgende Erkrankungen eingesetzt werden:

Allgemeine Anwendungen

Schmerzlinderung bei chronischen Erkrankungen
Förderung der Wundheilung
Aktivierung des Immunsystems
Energiemangel
Stress
Ödeme (Flüssigkeitsansammlung)

Bewegungsapparat

Osteoporose (Knochenerweichung)
Arthrose
HWS-Syndrom (Nackenschmerzen)
BWS-Syndrom (Schmerzen Brustwirbelsäule)
LWS-Syndrom (Schmerzen Lendenwirbelsäule)
Bandscheibenvorwölbung
Bandscheibenvorfall
Karpaltunnelsyndrom
Epicondylitis (Tennisarm)
Rheumatische Erkrankungen
Morbus Bechterew
Fraktur (Knochenbruch)
Karpaltunnelsyndrom
Gelenkersatz (Prothese)
Schmerzlinderung

Kreislauf

Durchblutungsstörungen
Hypertonie (Bluthochdruck)
Hypotonie (zu niedriger Blutdruck)
Periphere arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit)

Hauterkrankungen

Akne
Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür)
Allergie
Psoriasis (Schuppenflechte)
Brandwunden
Sonnenbrand

Frauenheilkunde

Menstruationsschmerzen
Prämenstruelles Syndrom


Innere Erkrankungen

Colon irritabile (Reizdarm)
Asthma bronchiale
Hyperurikämie (Gicht)


Hals-Nasen-Ohrenerkrankungen

Tinnitus (Ohrensausen)
Hörsturz (akute Schwerhörigkeit)
Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)

Augenheilkunde

Glaukom (grüner Star)
Opticusatrophie
Netzhautdegeneration

Nervenerkrankungen

Schlafstörungen
depressive Verstimmung
Migräne
Spannungskopfschmerz
Neuralgie (Nervenschmerz)
Polyneuropathie (Nervenschädigung)
Morbus Parkinson


Urologie

Reizblase
Erektionsstörungen

Zahnheilkunde

Parodontose
Implantate

Sport

Muskelkräftigung
Förderung der Ausdauer
Regeneration nach Aktivität
Sportunfall (Muskelriss,Verstauchung,Prellung)



Erstreaktionen

Die meisten Empfindungen während der Magnetfeldtherapie ergeben sich für sensible Menschen schon in den ersten Minuten der Behandlung. Besonders sensitive Menschen verspüren leichten Schwankschwindel und ein Gefühl, als ob sie schwebten. Bei lokaler Behandlung mit dem Kissen wird über ein Kribbeln und Wärmegefühl berichtet. Viele Menschen empfinden angenehm wohltuende Entspannung und ein Gefühl des Ausgeruhtseins, wie nach einem erquickenden Schlaf.

Nebenwirkungen

An dieser Stelle muß klar gesagt werden, dass die meisten Menschen überhaupt keine Nebenwirkungen verspüren und die Magnetfeldtherapie als wohltuend und entspannend empfinden.

Relativ selten können Nebenwirkungen auftreten, die sich aus der Wirkungsweise der Therapie ableiten lassen. Müdigkeit, Schläfrigkeit und Schwindelgefühl werden gelegentlich beobachtet, vor allem auch bei niedrigem Blutdruck. Am Abend ist die allgemein beruhigende Wirkung der Behandlung sogar wünschenswert. Sollte tagsüber Schwindelgefühl auftreten, ist dieser Effekt auf die Erweiterung von Blutgefäßen zurückzuführen. Dadurch sinkt der Blutdruck vorübergehend ab. In diesem Fall ist es empfehlenswert, tagsüber mehr Wasser zu trinken und die Beine während der Therapie auf einem Polster hochzulagern.

Kontraindikationen - Gegenanzeigen

Absolut kontraindiziert ist die Magnetfeldtherapie nach derzeitigem Wissensstand:

wenn Sie ein elektronisches Implantat tragen, wie z.B. einen Herzschrittmacher, oder eine Insulinpumpe
in der Schwangerschaft
bei Epilepsie (Anfallsleiden)
bei starken Blutungen (auch unmittelbar nach Operationen mit großem Blutverlust)
bei hochfieberhaften Infektionserkrankungen (v.a. Pilzinfektionen, aber auch virale und bakterielle Infekte in der akuten Phase)
bei schweren Herzerkrankungen (hochgradige Herzrhythmusstörungen, schwere Herzinsuffizienz, hochgradige Einengung der Herzkranzgefäße)

Relative Kontraindikationen bedeuten keinen absoluten Verzicht auf Magnetfeldtherapie, allerdings sollte ein mit der Methode vertrauter Arzt diese Risikofaktoren abklären und die Behandlung laufend überwachen.

bei offener Tuberkulose
nach Organtransplantationen
bei Metallsplittern im Gewebe (z.B. Kriegsverletzung)
bei Blutverdünnungstherapie
bei aktiven Tumorerkrankungen
Schilddrüsenüberfunktion ohne Therapie
bei akuten Autoimmunerkrankungen (z.B. Diabetes mellitus I)
bei sehr niederem Blutdruck (unter 90 mm Hg syst.)
bei akuten Thrombosen
bei akuter und schwerer Durchfallserkrankung


In vielen Fällen ist die Magnetfeldtherapie kontraindiziert, weil einfach noch nicht genügend Daten vorliegen. Bestimmte Gegenanzeigen erklären sich aus der Wirkung der Magnetfeldtherapie. So kann zum Beispiel durch Magnetfeldtherapie das Immunsystem angeregt werden. Dieser an und für sich wünschenswerte Effekt ist bei organtransplantierten Menschen nicht erstrebenswert, denn dadurch könnte das Immunsystem vermehrt gegen das Transplantat reagieren. Deswegen wird bei frischen Transplantationen von der Magnetfeldtherapie abgeraten.

Durch Einwirkung von starken Magnetfeldern wird ein Herzschrittmacher in eine Art Basisprogramm versetzt. Daher müsste der Schrittmacher für eine optimale Funktion neu programmiert werden.

Endoprothesen werden aus nicht magnetisierbaren Metalllegierungen hergestellt. Die unterstützende Therapie mit Magnetfeld zur besseren Einheilung und Verankerung im Knochen ist eine ausdrücklich empfohlene Anwendung und war sogar eine der ersten klaren Indikationen für die Magnetfeldtherapie.

Relativ kontraindiziert sind hingegen durch Verletzungen eingebrachte magnetisierbare Metallsplitter im Gewebe, denn an deren Grenzflächen könnten theoretisch bei großen magnetischen Flussdichten kleine Spannungen mit nachteiligen Effekten induziert werden.

Starke Blutungen könnten durch Einwirkung des Magnetfeldes erst verspätet zum Stillstand kommen, weil Blutgefäße erweitert und Kapillarnetze geöffnet werden.

Alltägliches

Aber auch Gegenstände des Alltags können in der Umgebung von Magnetfeldern Probleme bereiten. Sie sollten:

mechanische und quarzgesteuerte Uhren
sowie Magnetkarten (Bankomatkarten, Kreditkarten)
Computerdisketten und Speicherkarten
Magnetbänder (Kassetten)

nicht in die unmittelbare Umgebung des Magnetfeldes von starken Permanentmagneten und Magnetfeldapplikatoren während des Betriebs bringen. Ein Sicherheitsabstand von 1 Meter sollte aber auf alle Fälle ausreichend sein. Die kleinen Klebemagnete verlieren mit zunehmendem Abstand rasch an magnetischer Flussdichte. Dennoch sollte man auch hier einen Sicherheitsabstand für magnetisierbare Gegenstände einhalten.

Medikamente

Die Magnetfeldtherapie kann als zusätzliche Behandlungsmethode zusammen mit notwendigen Medikamenten ihre Wirksamkeit entfalten. Durch die verbesserte Sauerstoffversorgung und Durchblutung wird auch die Stoffwechselsituation der Zellen gesteigert. Es kann durchaus vorkommen, dass Medikamente bei bestimmten Erkrankungen im Laufe der Magnetfeldtherapie niedriger dosiert werden können.

Kombinationstherapien

Die Magnetfeldtherapie kann mit weiteren biophysikalischen Methoden (Laser, Strom, Ultraschall), Arzneien, Akupunktur oder Infusionstherapie kombiniert werden. Infundierte physiologische Salzlösung hebt z.B. leicht den Blutdruck an und verbessert die Fliesseigenschaft des Blutes.

Gerade die Infusionstherapie ist eine ideale Ergänzung, weil eine Hauptwirkung der Magnetfeldtherapie auf Wasser abzielt. Wassermoleküle haben polare Eigenschaften und können unterschiedliche Vernetzungszustände bilden, die sich auch in ihren physikalischen Eigenschaften unterscheiden. Im Wasser können sich Cluster von H²0 Molekülen bilden, die wahrscheinlich in der Lage sind, Informationen ohne ein einziges Wirkstoffmolekül zu übertragen. Die Wirkungsweise der Homöopathie bei Hochpotenz, das ist die sehr starke Verdünnungen einer Ausgangssubstanz, ließe sich so erklären.

Privatleistung

Die Magnetfeldtherapie dauert von 10 bis 90 Minuten und wird je nach Zeitaufwand privat verrechnet, beginnend mit EUR 20.- In der Regel kann diese biophysikalische Behandlung erst als Serientherapie nachhaltige Wirkung entfalten. Daher empfehle ich eine Serie von 12 Therapieeinheiten. Selbstverständlich können Sie die Methode erst einmal versuchen.

Therapieerfolg

Sie können einiges dazutun, damit die Therapie mit Magnetfeldern Erfolg hat. Eine positive Einstellung wird bei jeder therapeutischen Methode und ärztlichen Handlung bessere Resultate erzielen lassen. Wenn Sie von vornherein sagen "Was soll mir das schon bringen, mir kann das sicher nicht helfen" vergeben Sie sich selbst eine Chance. Gehen Sie einfach mit einer entspannten und abwartenden Grundhaltung zur Therapie und lassen Sie die feinen Naturkräfte auf sich wirken.

Da eine Hauptwirkung der Magnetfeldtherapie auf den Vernetzungszustand von Wassermolekülen abzielt, sollten Sie vor und nach der Therapie ein Glas Wasser trinken. Unmittelbar danach sollten Sie nichts essen und natürlich keinesfalls rauchen. Nikotin verengt die Blutgefäße, verschlechtert die Sauerstoffversorgung und wirkt unmittelbar gegen ein Wirkprinzip der Magnetfeldtherapie. Ebenso verengt Coffein in Kaffee und Schwarztee die Blutgefäße und hebt den Blutdruck. Verzichten Sie also einige Stunden vor und nach der Therapie auf Nikotin und coffeinhaltige Getränke (Kaffee, Tee, Cola).

Erwarten Sie bitte nicht die sofortige Besserung und Linderung Ihrer Beschwerden. Der therapeutische Erfolg kann erst nach und nach eintreten, denn es braucht Zeit, bis sich die Wirkung der Magnetfeldtherapie an den mikroskopisch kleinen Körperzellen auch in einer makroskopisch sichtbaren Struktur manifestiert. Und es benötigt wiederum Zeit, bis diese Struktur, oder ein Organ, wieder in einem harmonischen Regelkreis mit dem Organismus zusammenarbeitet.


Für weitere Informationen lesen Sie bitte mein „Magnetfeldbüchlein“