Dr. med. univ. Christian Pfiszter / Ordination für Ganzheitsmedizin / 8020 Graz, Baiernhofweg 8 / Tel.: 0316 576530
Ganzkörper-Hyperthermie

Unter Ganzkörper-Hyperthermie versteht man die Überwärmung des ganzen Körpers. In früherer Zeit bediente man sich der aktiven Hyperthermie, bei der durch die Impfung mit einem Krankheitserreger Fieber erzeugt wurde.
Prof. Dr. Wagner-Jauregg infizierte Syphilliskranke mit einem Bakterium, welches Malaria und damit hohes Fieber auslöste. Diese Behandlung kurierte die bis dato unheilbare Syphillis im Spätstadium, war aber mit erheblichen Nebenwirkungen und Gefahren für die Patienten verbunden. Professor Dr. Wagner-Jauregg erhielt für diese Pionierleistung im Jahre 1922 den Nobelpreis für Medizin.

Die moderne Technik ermöglicht nun die passive Hyperthermie, bei der durch physikalische Verfahren, ohne Einbringung eines Krankheitserregers, eine dem Fieber ähnliche Reaktion ausgelöst wird. Der große Vorteil liegt in der exakten Kontrolle der Körpertemperatur und darin, dass die Hyperthermie jederzeit ausgeleitet und beendet werden kann. Fieber ist eine universelle Reaktion des Körpers, um Krankheitserreger zu bekämpfen und die Gesundheit wieder herzustellen. Die entstehenden Heilkräfte und regulierenden Einflüsse des Fiebers können ganz unterschiedliche Erkrankungen und Funktionsstörungen günstig zu beeinflussen, lindern, oder im besten Fall sogar ausheilen.

In meiner Ordination kann ich Ihnen die Hyperthermie mit einer Anlage des Ardenne Institutes anbieten. Die physikalischen Grundlagen wurden von dem genialen Wissenschaftler
Prof. Dr. Manfred von Ardenne entwickelt. Diese Anlage funktioniert mit einem offenen Design. Sie ruhen entspannt und beinahe schwerelos auf einem speziellen maschenlosen Netz und werden mit einem Leintuch und einer Reflexionsfolie zugedeckt. In der Regel reichen ein Thermosensor in der Achselhöhle zur Erfassung der Temperaturentwicklung, und ein Pulsoxymeter- ähnlich einem Ohrklip - zur Registrierung von Puls und Sauerstoffsättigung des Blutes aus.

Die Hyperthermie ist bei niederen und mittleren Teperaturen wunderbar entspannend und angenehm wohltuend. Dennoch kommt es auch in diesem Temperaturbereich zu harmonisierenden Einflüssen auf das Immunsystem und die Hormonproduktion. Eventuell erhöhter Blutdruck sinkt auf normale Werte und es macht sich großes Wohlbefinden bemerkbar. Für viele Anwendungsgebiete reicht die milde Hyperthermie mit Temperaturen bis ca. 38,5 Grad völlig aus. Nur bei bestimmten Indikationen sind höhere Temperaturen bis 40 Grad empfehlenswert.

Sie ruhen auf einem speziellen maschenlosen Netz und werden mit einem Leintuch und einer Wärmeschutzfolie zugedeckt.


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Man fühlt sich beinahe schwerelos, wohlig entspannt und gelöst. Die Temperatur und der Kreislauf werden durch Sensoren überwacht und die Leistung der Anlage wird an Ihre aktuelle Befindlichkeit angepasst. Der Kopf wird regelmäßig mit einem nassen Tuch gekühlt und auf Ihren Wunsch bieten wir Ihnen gerne ein Mineralwasser an.



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Wirkung:

Steigerung der Durchblutung
verbesserter Sauerstofftransport zu den Körperzellen und Geweben
verbesserter Abtransport von Stoffwechselausscheidungsprodukten und zum Teil auch von Umweltgiften
Entspannung tief liegender Muskelgruppen
Stimulation und Harmonisierung des Immunsystemes in Abhängigkeit von der Temperatur und Hyperthermiedauer
Anregung natürlicher Heilprozesse
stimmungsaufhellend
Aktivierung der Fettverbrennung
Hormonfreisetzung in Abhängigkeit von der Temperatur (z.B. körpereigenes Kortison)
beschleunigte Reizleitung der Nervenzellen
tiefgreifende Entschlackung der Haut

Die Hyperthermie kann folgende Erkrankungen und Symptome günstig beeinflussen oder lindern:

Erschöpfungszustände (Burnout Syndrom)
Verspannung tief liegender Muskulatur
Regeneration und Rehabilitation in der Sportmedizin
beeinträchtiges Allgemeinbefinden
chronische Rückenschmerzen (nach genauer klinischer Diagnose)
Fibromyalgiesyndrom
rheumatische Erkrankungen (in Abhängigkeit von der Aktivität der Erkrankung)
Morbus Bechterew (in Abhängigkeit von der Aktivität der Erkrankung)
chronisch allergischer Schnupfen
Asthma bronchiale
Neurodermitis
Ausleitung von Giftstoffen (Schwermetalle etc.)
Bluthochdruck
Infektanfälligkeit
chronische Entzündungen (Nasennebenhöhlen, Harnwege, Prostata, Eierstöcke)
Anregung des Immunsystemes bei Tumorerkankungen unterstützend zu den etablierten Methoden Chirurgie, Chemotherapie und Bestrahlung
Sklerodermie (in Abhängigkeit von der Aktivität der Erkrankung)
saisonal abhängige Depression
Neuralgien
Migräne


Bei folgenden Erkrankungen und Bedingungen sollte die Hyperthermie nicht durchgeführt werden:

Schwangerschaft
schwere Erkrankungen der Organe: Herz, Lunge, Niere, Leber und Gehirn
akute und schwere Entzündungen und Infektionen
Epilepsie
Schlaganfall
Thrombose
Diabetes mellitus I
Schilddrüsenüberfunktion
Sonnenbrand



Die Ganzkörperhyperthermie erzielt als vor allem als “Kur” mit einer Serie von 8 bis 12 Therapien von jeweils etwa 1 Stunde Dauer sehr gute therapeutische Ergebnisse. Zuvor wird eine Eingangsuntersuchung zur Bestimmung des Gesundheitszustandes und zum Ausschluss von Gegenanzeigen durchgeführt. Dafür ist aber auch eine Vorsorgeuntersuchung auf Krankenschein ausreichend und ohne finanziellen Aufwand möglich. Selbstverständlich können Sie erst einmal eine einzelne Oxithermiebehandlung versuchen und sich erst später für eine Behandlungsserie entscheiden. Die Behandlung wird nach Therapiezeit verrechnet und kostet ab EUR 90.-

Bei der Kurzform der Ganzkörperhyperthermie wird die Körpertemperatur nur ein wenig erhöht. Sie ist ausgesprochen entspannend und wohltuend und wird bei Muskelverspannung, sowie zur Stresslösung eingesetzt. Eine Therapie für 20 Minuten kostet EUR 75.-