Dr. med. univ. Christian Pfiszter / Ordination für Ganzheitsmedizin / 8020 Graz, Baiernhofweg 8 / Tel.: 0316 576530
Aderlass

Aderlass ist eine uralte Therapieform, die zu früheren Zeiten oft falsch und übertrieben verwendet wurde. Heutzutage besinnt man sich wieder darauf als wertvolle Methode der Blutverdünnung.

Wie bei der Blutabnahme ist der Stich mit der Flügelkanüle beinahe schmerzlos, eben nur ein kleiner Piks. Das entnommene Blutvolumen wird durch die Gewebsflüssigkeit oder durch eine Infusion mit Salzlösung ersetzt. Dadurch kommt es zu einem Verdünnungseffekt des Blutes. Die Endstrombahn mit feinsten Gefäßen wird nicht mehr durch aneinandergelagerte rote Blutkörperchen verstopft. Die roten Blutkörperchen verkleben nicht mehr miteinander und gewinnen dadurch wieder die ursprüngliche Kapazität Kohlendioxyd abzugeben und Sauerstoff aufzunehmen zurück. Obwohl die absolute Zahl der roten Blutkörperchen vermindert wird, nimmt die Sauerstoffübertragung auf das Gewebe zu!

Basalmembranen umhüllen Gefäße und Gewebe als schützende und stoffwechselregulierende Grenzfläche. In diesen Membranen können sich durch hochkalorische und falsche Ernährung Eiweißstoffe und Schlacken wie in einem Filter ansammeln und den Durchtritt von Sauerstoff und Nährstoffen behindern. Beim Aderlass versucht der Körper eine Gegenregulation, indem abgelagerte Proteine aus den Basalmembranen ins Blut aufgenommen und abtransportiert werden. Die Membranen werden dünner, der Sauerstoff- und Nährstofftransport nimmt zu und kann das Gewebe wieder besser versorgen.

Bei welchen Erkrankungen kann Aderlass hilfreich sein?

Polyglobulie (zuviele rote Blutkörperchen)
Polyzythämia rubra vera (Erkrankung des blutbildenden Systems)
Adipositas (Übergewicht)
Gicht
Kreislauferkrankungen
Diabetes mellitus II
Fettstoffwechselstörung
Durchblutungsstörungen

Aderlass kann bei diesen Indikationen nach vorheriger Laborkontrolle durchgeführt werden.