Dr. med. univ. Christian Pfiszter / Ordination für Ganzheitsmedizin / 8020 Graz, Baiernhofweg 8 / Tel.: 0316 576530
Kleine Chirurgie

Ich habe meine chirurgische Ausbildung an 2 ausgezeichneten Abteilungen erhalten und immer wieder in Landpraxen kleinere Eingriffe durchgeführt. In meiner Stadtordination stellt sich aber doch die Frage der Sinnhaftigkeit von chirurgischen Eingriffen, zumal sich in unmittelbarer Nähe das UKH und die allgemeinchirurgische Abteilung des LKH-West befinden. Für Notfälle und Stammpatienten möchte ich aber dennoch die „kleine Chirurgie” als Serviceleistung anbieten.

Die einfache Schnittverletzung (ohne Sehnen- und Nervennaht), die Spaltung eines Abszesses, die Entfernung von Stielwarzen und Alterswarzen, Hautbiopsien u.v.m. das kann der Arzt für Allgemeinmedizin perfekt, schneller und vor allem kostengünstiger als das Spital erledigen. Apropos kostengünstig. Die Krankenkasse verrechnet dem Praktischen Arzt einen so geringen Betrag für das Nähen einer Hautwunde, daß sich eine Wundversorgung schlichtweg nicht rechnet. Das Sterilisieren der Instrumente, sterile Tücher, Desinfizienzien, Lokalanästhesie, gutes atraumatisches Nahtmaterial, Zeit und Mühe werden in keiner Weise abgegolten. Die Patienten werden in einem solchen Fall mit der Rettung ins Spital transportiert, dort mit vielfachem Kostenniveau in der Regel von Turnusärzten (Ärzte in Ausbildung) versorgt und wieder mit der Rettung heimtransportiert. Ich finde diese Vorgangsweise kontraproduktiv und volkswirtschaftlich bedenklich.

Kombinationstherapie

Eine wirklich interessante Möglichkeit bietet sich in der Kombination mit biophysikalischen Methoden. Lasertherapie vor und nach einem kleinen chirurgischen Eingriff kann die Wundphase verkürzen, die Wunde durch vermehrt gebildete Kollagenfasern reißfester machen und das kosmetische Ergebnis verbessern.

Eine weitere Option ist die Kombination mit Magnetfeldtherapie. In klinischen Studien wurde nachgewiesen, dass magnetfeldbehandelte Wunden rascher und mit sehr gutem kosmetischen Ergebnis abheilen. Die Narben waren im Niveau der Haut und ohne überschießende Bindegewebsreaktion. Bei der feingeweblichen Untersuchung mit dem Mikroskop zeigte sich die parallele Orientierung von kollagenen Fasern quer zum Wundspalt. Daraus lässt sich hohe Narbenqualität und Reißfestigkeit ableiten. Die komplizierten Vorgänge der Wundheilung laufen durch das verbesserte Sauerstoffangebot effizienter ab. Bindegewebszellen (Fibroblasten) werden offensichtlich direkt durch Magnetismus zur Bildung von Fasern angeregt. Klinisch zeigt sich vor allem auch die Linderung von Schmerzen.

Den Einsatz von Laser und Magnetfeldtherapie verrechne ich als Privatleistung, kleine chirugische Eingriffe werden zum Teil von der Krankenkasse zurückbezahlt.