Phytotherapie - Pflanzenheilkunde

Die Pflanzenheilkunde ist meiner Ansicht nach eine sinnvolle und wichtige Ergänzung der therapeutischen Möglichkeiten bei leichten Gesundheitsstörungen.

Bei Erkältungserkrankungen empfehle ich als Immunmodulator purpurfarbigen Sonnenhut (Echinacea purpurea) und zur Linderung des trockenen Hustenreizes Teemischungen mit Eibisch, Isländisch Moos, Malven, Spitzwegerich, Lindenblüte und einen Extrakt aus Efeublättern. Bei Verschleimung der Bronchien sind Pflanzen wie Anis, Eibisch, frische Fichtenspitzen, Holunderblüten, Huflattich, Thymian, sowie Pfefferminzöl, Eukalyptusöl, Fichtennadelöl und Kiefernnadelöl hilfreich. Die leichte Rachenentzündung wird durch Gurgeln mit Salbeitee gelindert.

Leichte Schlafstörungen sind trefflich mit Baldrian auflösbar, die depressive Verstimmung spricht gut auf Johanniskraut in ausreichender Dosierung an.

Mit Ausnahme der leichte Erkältung (grippaler Infekt), bei der man durchaus die Selbstbehandlung mit Bronchialtee und Essigumschlägen einleiten kann, ist in jedem anderen Fall ärztliche Abklärung zu empfehlen.

Übrigens ist der Apotheker Spezialist für Arzneimittel und auf Grund seiner Ausbildung nicht in der Lage, Erkrankungen zu diagnostizieren und zu therapieren. Die meisten Apotheker handeln korrekt und schicken Kranke und Ratsuchende zum Spezialisten für Erkrankungen von Leib und Seele, zum Arzt. Es ist dann ärztliche Aufgabe zu entscheiden, welches therapeutische Vorgehen ratsam ist, ob Pflanzenheilmittel sinnvoll sind und wann Pharmaka eingesetzt werden sollten.