Magnetfeldtherapie

von

Dr.med. univ. Christian Pfiszter




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Dr. med. univ. Christian Pfiszter
Arzt für Allgemeinmedizin
Baiernhofweg 8, 8020 Graz
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Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck, Kopie und Vervielfältigung - auch auszugsweise - nur mit der Genehmigung des Autors.

Das vorliegende Büchlein wurde sorgfältig nach dem derzeitigen Wissensstand erarbeitet. Dennoch erfolgen alle Angaben ohne Gewähr und der Autor kann für eventuelle Nachteile und Schäden aus Hinweisen und Informationen des Skriptums, sowie bei missbräuchlicher Verwendung von Magnetfeldtherapiesystemen keine Haftung übernehmen.












Vorwort

In diesem Büchlein will ich Sie teilhaben lassen an meinen Nachforschungen und praktischen Erfahrungen zum Thema Magnetfeldtherapie. Es wendet sich primär an meine Patienten und an Interessierte, die sich einen Überblick über dieses Thema verschaffen möchten. Ganz bestimmt ist es keine wissenschaftliche Abhandlung. Ich habe versucht, die durchaus komplexen grundlegenden Sachverhalte einfach und plastisch darzustellen. Sie werden darin keine plakativen bunten Bilder und Grafiken finden, denn ich sehe in der bewussten Beschränkung auf das Wesentliche durchaus eine Herausforderung an die Kreativität des Autors und die Vorstellungskraft des Lesenden.

Pulsierende Magnetfeldtherapie ist eine neue faszinierende Methode der physikalischen Medizin, die auf das Innerste des Organismus, die Zellen, Moleküle und Atome einwirkt. Dabei wird Energie und Information auf Zellen und Zellstrukturen übertragen. Mit diesem Energiezuwachs können manche Stoffwechselleistungen und Zellfunktionen, wie Regeneration und Heilung, positiv beeinflusst werden.

Bei aller Euphorie für diese interessante neue Behandlungsmethode zur Therapie und Regeneration möchte ich aber auch klar die Grenzen aufzeigen. Daher werden Sie in der Beschreibung von Fallbeispielen auch Krankengeschichten finden, bei denen die Magnetfeldtherapie nicht im gewünschten Maß erfolgreich war. Damit soll auch verdeutlicht werden, dass es weiterer Grundlagenforschung bedarf. Auf alle Fälle möchte ich vor Selbstversuchen und eigenmächtigem Absetzten von Medikamenten ohne die Konsultation eines Arztes warnen und davon dringend abraten. Die Magnetfeldtherapie ist nur bei bestimmten Erkrankungen und Funktionsstörungen sinnvoll einzusetzen, auch wenn sich das Spektrum der Indikationen ständig erweitert. Oftmals erweist sich eine Kombinationstherapie aus verschiedenen biophysikalischen Therapiemethoden und überlegt ausgesuchten Medikamenten als beste Lösung.

Biophysiker entwickeln neue ganzheitliche Modelle zur Erklärung von Lebensvorgängen. Sie postulieren elektromagnetische Felder als Grundlage allen Lebens und komplexer Zellfunktionen und finden dafür immer mehr Fakten als wissenschaftliche Bestätigung ihrer Theorie. Damit tun sich buchstäblich neue Welten im Verständnis des Lebens auf und daraus abgeleitet auch neue zukunftsweisende Therapiemöglichkeiten. Seriös angewandte Pulsierende Magnetfeldtherapie als Teil eines umfassenden ganzheitsmedizinischen Behandlungskonzeptes könnte sich im Licht dieser neuen Erkenntnisse als wertvolle neue Methode erweisen.

Einleitung

Am Beginn meines Medizinstudiums stand das Rigorosum “Medizinische Biologie und Humangenetik”. Der Professor dozierte über hochkomplizierte Strukturen, Reaktionen und Abläufe in der Zelle, als kleinste Baueinheit des Lebens. Auf meine bohrende Frage warum diese Prozesse so geordnet ablaufen, als ob eine intelligente und steuernde Kraft dahinterstünde, erntete ich nur Schulterzucken und einen gestrengen Blick.

Beobachten Sie doch einmal die Sterne. Wenn Sie die unzähligen Sonnen und Planeten als Anhäufung von Materie, die Umläufe als mathematisches Ergebnis von so und so viel Masse ohne warum und aber betrachten, dann sind Sie wahrscheinlich ein mechanistisch denkender Mensch. Staunen Sie aber über die Erhabenheit der Schöpfung, sehen Sie in der geordneten Himmelsmechanik eine tiefere, dem menschlichen Verständnis noch verborgene Ordnung, glauben Sie an eine allmächtige Kraft, die der Natur innewohnt, dann sind Sie ein vitalistisch orientierter Mensch.

Mit dem Begriff “Mechanismus” umschreibt man die heute vorherrschende Weltanschauung. Auf die Biologie, die Wissenschaft vom Leben, umgelegt bedeutet dies: Zell- und Organfunktionen sind lediglich das Produkt von zufälligen Ereignissen und maschinenähnlichen Abläufen. Die Natur wird als lebloses, mehr oder weniger kompliziert gebautes Objekt gesehen. Aristoteles, Darwin, Virchow, Pasteur, Helmholz, Ehrlich sind einige Vordenker für diese Auffassung. Die Wissenschaftler der moderne Medizin arbeiten nach diesen Grundsätzen. Auf den Punkt gebracht ist es folgende Ausrichtung: Finde den zugrunde liegenden molekularen Grund einer Erkrankung, repariere ihn möglichst noch im Erbgut, füge hinzu, was fehlt, nimm weg, was zuviel ist.

Dieses Denken ohne Frage nach einem tieferen Sinn, die Betrachtung von Leben als bloße Ansammlung von Molekülen, die Behandlung “der Galle in Zimmer 4” hinterläßt bei Patient und Arzt irgendwie eine innere Leere.

Und dann gibt es eine philosophisch-biologische Denkanschauung, den “Vitalismus”, der in allem Leben eine innewohnende Kraft und Intelligenz annimmt. Plato, Galvani, Hahnemann, der Entdecker der Homöopathie, Gurwich, der russische Forscher, der die Zellstrahlung als erster beschrieb, Tesla, der geniale Erfinder des Wecheslstromes und der Biophysiker Popp, der die Biophotonentheorie entwickelte sind einige wichtige Proponenten. Aus dieser Weltanschauung spricht Staunen und Demut über die Wunder der Natur. Der vitalistisch orientierte Mediziner erkennt den Menschen ganzheitlich, als Körper, Geist und Seele. Entsprechend wird bei einer Erkrankung besonders auf seelische Umstände, Lebensstil, Umwelteinflüsse Rücksicht genommen. Zellfunktionen werden nicht nur als chemische Umsetzungen betrachtet, als Durcheinanderwirbeln und zufälligem Aufeinandertreffen von Atomen und Molekülen, sondern als intelligentes Prinzip. Ich bin aus tiefster Überzeugung Vitalist und glaube an eine ordnende Kraft, die sich hinter allem Lebenden verbirgt, Zellen und Zellbestandteile zusammenfügt, deren Funktionen steuert, in komplizierten Faltungen aus Zellansammlungen so wunderbare Wesen schafft, wie den menschlichen Körper.

Obwohl es einen tausende Jahre dauernden heftigen Disput zwischen den Verfechtern dieser beiden Glaubensrichtungen gibt, glaube ich doch, dass ein mit einander und von einander Lernen möglich sein kann. Eigentlich muß man sogar fordern, dass Wissenschaftler frei und ohne Vorurteile nur der Suche nach Erkenntnis verpflichtet sein sollten.

Lassen Sie uns aber jetzt eintauchen in die verborgene Welt der elektrischen und magnetischen Felder. Ich möchte Ihnen von Prof. Dr. H.S. Burr erzählen, der ein konstantes statisches elektrisches Feld des menschlichen Organismus entdeckte. Zwischen rechtem und linkem Zeigefinger wurden Potentiale gemessen. Bei Männern bleibt das Feld auf einem Niveau, bei Frauen findet sich einmal monatlich eine Besonderheit: Innerhalb eines Tages steigt die Spannung stark an um danach wieder zum Ausgangswert abzusinken. Diese Spannungsänderung markiert den Eisprung.

Elektrizität, elektrostatische und elektromagnetische Felder sind in allen lebenden Organismen präsent und nachweisbar. Sie steuern für das Überleben unentbehrliche Zellfunktionen. Chemische Reaktionen finden auf Grund von räumlichen Ladungsverteilungen in den äußeren Elektronenschalen statt. Atome verbinden sich zu Molekülen, Moleküle untereinander zu Riesenmolekülen. Die Bindungskräfte, die diese Reaktionen ermöglichen und stabilisieren sind elektromagnetische Felder.

An der Körperoberfläche kann die elektrische Aktivität der Herzschläge als Stromkurve in Form des EKG (Elektrokardiogramm) abgeleitet werden. Die Aktivität der Nervenzellen wird stark verstärkt als Hirnströme in Form des EEG (Elektroenzephalogramm). Eine wesentlich feinere Methode, bei der ohne Berührung des Körpers dasselbe elektrische Phänomen als Magnetfeld registriert wird, heißt Magnetokardiogramm und das Magnetoenzephalogramm.

Sie haben sicher von der DNS (Desoxyribonukleinsäure) gehört oder gelesen. Dieses spiralig gewundene Riesenmolekül ist die molekulare Grundlage der Vererbung. Wußten Sie dass die DNS leitfähig ist, durch schwache Ströme aktiviert wird und , wie der Biophysiker Prof. Dr. F.A. Popp beweisen konnte, kohärente Laserstrahlung zur ultraschnellen Informationsübertragung an benachbarte Zellen sendet?

Warum fügt eine Wunde die Haut genau in einer Ebene wieder zusammen und schließt den Hautdefekt? Warum werden die feinen Hautlinien wieder zur Deckung gebracht? Warum weiß der Körper ganz genau wann das Wachstum von neuen Zellen einzustellen ist? Die Biochemie hat für diese Vorgänge zwar Erklärungsmodelle parat, aber diese beschreiben eben nur einen kleinen Teilaspekt des Phänomens Wundheilung.

Überlegt man sich das Wunder der Entstehung von Leben, die Verschmelzung von Ei- und Samenzelle, die komplizierten Furchungsteilungen, die Entwicklung von Organen, dann bedarf es tiefreichenderen Vorstellungen vom Leben, als einen rein mechanistischen biochemischen Aspekt. Nach meiner tiefsten Überzeugung existiert eine formbildende Matrix in Form eines Feldes, an der sich Zellen, Bindegewebe und Nerven zu Organen und übergeordnet zu einem Organismus verbinden. Diese ursächliche gestaltbildenden Kräfte könnten kohärente (hoch geordnete und in Phase) schwingende elektromagnetische Felder sein.

Ganzheitsmedizin

Eigentlich fand ich ganz unspektakulär zur Magnetfeldtherapie und daher werden Sie an dieser Stelle nichts von unglaublichen Heilerfolgen und sensationellen Ergebnissen lesen. Und dennoch ereignen sich immer wieder einzelne Fälle von ungewöhnlich gutem Ansprechen auf diese Therapie, die überraschen.

Nach Beendigung meiner Spitalsausbildung war ich einige Jahre als selbständiger Vertretungsarzt in Stadt- und Landordinationen tätig, um an Erfahrung zu gewinnen und die allgemeinmedizinische Ausbildung zu komplettieren. Immer wieder fragten mich Patienten nach Magnetfeldtherapie, eine Behandlungsmethode, von der ich während des sehr anspruchsvollen Medizinstudiums nichts gehört hatte. Die Werbemethoden und Vertriebspraktiken einiger Firmen waren derart aggressiv und reißerisch angelegt, dass ich intuitiv eine vorsichtig ablehnende Einstellung entwickelte.

Um meine Patienten umfassend informieren zu können, begann ich schließlich über Magnetfeldtherapie zu recherchieren. Die Literatursuche war erstaunlich ergiebig. Nach einer vorsichtigen Abschätzung haben etwa 1200 Titel die Magnetfeldtherapie zum Inhalt. Die Studien waren oftmals Fallbeobachtungen, aber auch so genannte Doppelblindstudien, das sind klinische Untersuchungen, bei denen weder der behandelnde Arzt, noch der Patient weiß, ob nun die zu prüfende Therapie erfolgt, oder nicht. Da dieses Studiendesign in der Regel auch gegen Placebo getestet ist, können Wissenschaftler sehr exakte Aussagen über die tatsächliche Wirkung der Pulsierenden Magnetfeldtherapie treffen.

Placebo bedeutet: “ich werde gefallen”. Man versteht darunter die Testung gegen ein unwirksames Medikament oder im Falle der Magnetfeldtherapie ein Patientenkollektiv, dass nur scheinbar mit einer Spule behandelt wird, allerdings ohne das Gerät tatsächlich einzuschalten.

Die Ergebnisse dieser Studien waren derart viel versprechend, so dass ich diese neue therapeutische Methode in meine Arbeit integrieren wollte. Ich eröffnete am westlichen Stadtrand von Graz eine kleine allgemeinmedizinischen Praxis und begann nach den Prinzipien der Ganzheitsmedizin zu arbeiten.

Die ganzheitliche Betrachtungsweise des Menschen nimmt besondere Rücksicht auf die unteilbare Einheit von Körper und Geist, bezieht aber auch das Lebensumfeld in alle diagnostischen und therapeutischen Überlegungen mit ein. Mentor der österreichischen Schule der Ganzheitsmedizin ist Univ. Prof. Dr. Alois Stacher. Auf Grund der vielen vorliegenden Studien und praktischen Erfahrungen hat meiner Meinung nach die Pulsierende Magnetfeldtherapie eine Gleichstellung neben anderen ganzheitlichen Methoden wie Homöopathie und Akupunktur verdient.

Was bedeutet nun Ganzheitsmedizin für die Praxis und vor allem was hat man als Patient davon? Der erste Eindruck den Patienten über einen Ganzheitsmediziner berichten, ist das Gefühl der Zuwendung und Aufmerksamkeit. Ein wesentliches Element meiner Arbeitsweise nach dieser Methode ist, nach meiner tiefsten Überzeugung, Zeit:

Zeit für ein einleitendes Gespräch um eine Vertrauensbasis zu begründen und den Menschen mit aufmerksamer Sinnesdiagnostik wahrzunehmen.

Zeit, um großes Augenmerk auf die seelische Befindlichkeit zu legen.

Zeit, um überlegt und in aller Ruhe Befunde aus dem umfangreichen diagnostischen Reservoir der modernen Medizin, wie Labor, EKG, Lungenfunktion, Ultraschall und Langzeitblutdruckmessung zu erheben.

Zeit, um Befunde zu besprechen und therapeutische Möglichkeiten zu erörtern.

Zeit vor allem auch für eine individuelle Therapie als Behandlung von Körper und Geist. Je nach Indikation kann die Therapie mit neuerster Hochtechnologie wie Laser, Pulsierendem Magnetfeld, Ultraschall, Sauerstoffinhalation und Elektrotherapie mit uralten Behandlungsmethoden wie Akupunktur, oder der 200 Jahre alten Erfahrungsheilunde Homöopathie verknüpft werden.

Gerade die Magnetfeldtherapie hat sich als wichtige Ergänzung der therapeutischen Möglichkeiten bewährt, denn sie verbindet tiefgreifende Wirkung auf zellulärer Ebene mit angenehmer und wohltuender Entspannung. Darüber hinaus habe ich die Erfahrung gemacht, das Menschen, denen mit Ganzheitsmedizin geholfen werden konnte, regelmäßig in meine Ordination kommen, um ihre Gesundheit zu festigen und regelmäßig Harmonie und Entspannung „nachzutanken“.

Damit wird auch deutlich, wie sehr sich die Medizin zu verändern beginnt. Aus einer bloßen „Reparaturmedizin“ bildet sich eine umfassende Obsorge um die körperliche und seelische Befindlichkeit. Wie im alten China kommen die Menschen zum Arzt, um sich auszusprechen, um Ratschläge zu erhalten, die körperliche und seelische Befindlichkeit zu harmonisieren und um Kraft und Energie für den oft harten Arbeitsalltag zu schöpfen. Gereifte Menschen jeden Alters erkennen eben die grundlegende Bedeutung von Gesundheit und Wohlbefinden als höchstes Lebensgut und handeln eigenverantwortlich danach.

Magnetismus

Der Name stammt der Legende nach von Magnes, einem Hirten im antiken Griechenland. Er trug einen Hirtenstock mit eiserner Spitze. Als er eines Tages seine Schafherde an einem Felsen vorbeiführte, wurde der Stock und die genagelten Schuhe von dem seltsamen Gestein auf magische Weise angezogen. Man kann sich die Verwunderung des Hirten und der Menschen seiner Zeit vorstellen. Damit war der mystischen Deutung dieser unsichtbaren magnetischen Kräfte Tür und Tor geöffnet. Vielleicht benannte man den Stein, der Eisen anzieht, Magnetit, oder Magnetstein, aber auch nach Magnesia, einer Landschaft in Thessalien. Die wundersame Anziehungskraft von Magnetit nutzte man schon in den alten Kulturen Ägyptens, Chinas und Griechenslands zu Heilzwecken.

Wie ist die heutige Erklärung für Magnetismus?

Einfach formuliert könnte man sagen, dass die Ursache von Magnetismus in den Ringströmen von Atomen liegt.

Vereinfacht gesagt könnte man sagen: Elektronen kreisen in Bahnen um den Atomkern. Man könnte sich ein Atom wie einen Stern vorstellen, den Planeten in geordneten Bahnen umlaufen. Der Atomkern besteht, neben anderen, im Wesentlichen aus positiv geladenen Teilchen, Protonen und ungeladenen Teilchen, Neutronen. Die Protonen, das sind Wasserstoffkerne, die stets in gleicher Zahl vorhanden sind, wie die Elektronen. Die Protonen bestimmen die Kernladung.

Negativ geladene Elektronen kreisen in bestimmten Bahnen um den Atomkern. Bleiben wir bei dieser Vorstellung, auch wenn die moderne Physik von Aufenthaltswahrscheinlichkeitsräumen spricht. Die positive Ladung des Atomkerns und die negative Ladung der Elektronen heben einander auf.

Kernteilchen und Elektronen drehen sich aber auch um ihre eigene Achse, ebenso wie die Erde um ihre Achse kreist. Diese Eigenrotation nennt man Spin. Bei vielen Atomen hat der Spin keine Vorzugsrichtung. Die Drehachsen der Elektronen sind ungeordnet, so dass die Summe der vielen kleinen magnetischen Momente einander aufheben. Nach außen erscheinen daher diese Atome ohne Polarität.

Welche Veränderung passiert nun, wenn ein dauerhafter Magnet mit einem Stück Eisen zusammengebracht wird? Magnetismus von außen beeinflusst als durchdringende Kraft einen Stoff bis in seine innersten und kleinsten Bausteine, die Atome. Die Achsen der Protonen und Elektronen richten sich an den magnetischen Feldlinien aus und drehen sich gleichsinnig. Die Summe der vielen kleinen magnetischen Kräfte in einer Vorzugsrichtung ergibt zusammengenommen eine große resultierende Kraft - aus dem Eisenstück ist ein Magnet entstanden.

Wenn man den dauerhaften Magneten wieder entfernt, kehren die Elektronen des magnetisierten Stoffes nach einiger Zeit wieder in ihren ursprünglichen Zustand zurück. Diese Zeit wird Relaxationszeit genannt und dauert für verschiedene Stoffe unterschiedlich lange. Manche Eisenlegierungen bleiben nach der Magnetisierung dauerhaft magnetisch, sie sind zu Permanentmagneten geworden.

Moderne bildgebende Diagnostik

Um ohne Strahlenbelastung durch Röntgenstrahlen genaue diagnostische Schnittbilder des menschlichen Körpers zu gewinnen, wurde die MRT (Magnet-Resonanz-Computer-Tomographie) entwickelt.

Der menschliche Körper besteht zum überwiegenden Teil aus Wasserstoffatomen und diese werden bei der MRT untersucht. Die Atomkerne des Wasserstoffs haben wie andere Atome mit ungerader Protonenanzahl einen Drehimpuls, den so genannten Kernspin.

Der Patient liegt in einem Gerätetunnel und wird einem extrem starken Magnetfeld ausgesetzt. Die Wasserstoffatomkerne des Körpers werden dadurch in die Richtung des Magnetfeldes orientiert. Eine Spule strahlt ein magnetisches Wechselfeld ein, das die Atomkerne zur Kernresonanz anregt. Die Atomkerne geben beim Zurückfallen in ihren Ausgangszustand Signale ab, die von einer Spule empfangen werden. Die Geschwindigkeit, mit der die Magnetisierung in den Ausgangszustand zurückkehrt heißt Relaxationszeit und wird zur Berechnung des Bildes mit herangezogen. Ein Hochleistungscomputer setzt die Daten zu Schnittbildern des Körperinneren mit vorzüglicher Auflösung zusammen. Der große Vorteil neben der fehlenden Strahlenbelastung ist die exakte Lokalisation von Tumoren auf Grund deren längerer Relaxationszeiten.

Magnetfeld

Um einen Magneten und um einen stromdurchflossenen Leiter, wie beispielsweise ein Kabel, baut sich ein unsichtbares Kraftfeld auf. Dieses Kraftfeld kann man in einer Ebene sichtbar machen.

Legen Sie einfach ein Blatt Papier über den Magneten und streuen feine Eisenfeilspäne darauf. Die Eisenspäne lagern sich entlang der Feldlinien an. Sie beschreiben bei einem Stabmagnet Linien, die von einem Pol austreten, in den Raum reichen und in den anderen Pol eintreten. Das Besondere am Magnetismus ist, dass diese Kraft kein Medium zur Entfaltung braucht und daher auch im Weltall wirkt.

Die Erde hat ein Magnetfeld, das weit ins All hinausreicht und alle Lebensformen vor der Teilchenstrahlung der Sonne, dem Sonnenwind, schützt. Von der Corona der Sonne werden mit 500 km pro Sekunde hochenergetische Teilchen ausgestrahlt. Geladene Teilchen, wie Protonen und Elektronen werden durch das Erdmagnetfeld abgelenkt. Ihre Flugbahn wird im weiten Bogen um die Erde geleitet.
Ungeladene Neutronen und Neutrinos erreichen die Erde ungeschwächt. Neutrinos können die Erde sogar durchdringen. Zur Zeit erforscht ein Wissenschaftlerteam Neutrinos in der Antarktis. Man bedenke: Die Forscher weisen mit komplizierten Apparaturen Neutrinos nach, die bereits durch die Erde durchgeflogen sind und eben den Globus an der Austrittsseite verlassen. In tiefen Bohrlöcher im Eis wurden spezielle Sonden versenkt, die Neurtinos indirekt als Lichtblitze in Folge der Wechselwirkung mit anderen Teilchen registrieren.

Ohne das Magnetfeld der Erde würde der Sonnenwind alle bekannten Lebensformen auf der Erde durch hochenergetische Strahlung auslöschen. Nahe den Polen ist die Teilchendichte höher und der Sonnenwind erscheint dort als wunderschön phosphoriszierendes Polarlicht, die Aurora borealis. Elektronen des Sonnenwindes reagieren mit Gasen der hohen Atmosphärenschichten zu diesen Lichtphänomenen. Zu Zeiten intensiver Sonnenaktivität verschieben sich die Polarlichter in Richtung gemäßigtere Breitengrade. Aus dem Verhalten des Polarlichtes sind Rückschlüsse auf das Erdmagnetfeld und den Sonnenwind möglich.

Der Astronom Friedrich Wilhelm Herschel machte die eigentümliche Beobachtung, dass die Getreidepreise niedriger sind, wenn viele Sonnenflecken auftreten. Besteht ein Zusammenhang zwischen Sonnenflecken und Weltklima? Den Entstehungsmechanismus von Sonnenflecken stellt man sich heute so vor, dass solare Magnetfelder das Aufsteigen von Gas zur Sonnenoberfläche behindern. Dadurch ist die Oberfläche in diesen Zonen kühler und erscheint dunkler. Starke Sonnenaktivität korreliert daher mit dem vermehrten Auftreten von Sonnenflecken. Eine Periode von ausgesprochen warmem Klima erlebte das Jahr 1000, als Grönland noch grün war und man in Schottland Wein anbauen konnte. Um 1700 beobachtete man kaum noch Sonnenflecken und registrierte die “kleine Eiszeit”. Hochenergetische Strahlung kann

Seit etwa 100 Jahren nehmen die Sonnenflecken zu, die Aktivitätsmaxima werden größer und auch die Feldstärke des solaren Magnetfeld verdoppelte sich.
Das Magnetfeld der Sonne ist riesig und reicht über die Planeten hinaus in den interstellaren Raum.

Unser blauer Planet besteht aus dem festen inneren Kern, dem flüssigen äußeren Kern aus geschmolzenem Eisen, dem Mantel und der Kruste. Das Erdmagnetfeld ist eine Naturkraft, die nach derzeitigem Wissensstand durch Rotation des äußeren Erdkernes um den inneren entsteht. Es ist eine Art riesiger Dynamo, der im Erdinneren mächtige elektrische Ströme erzeugt und nach außen weit in den Weltraum reichende das magnetische Kraftfeld aufbaut.

Das füssige Eisen des äußeren Kernes erreicht ähnlich hohe Temperaturen wie die Sonnenoberfläche und fließt so mühelos wie Wasser. Durch die Rotation der Erde und durch Wärmeströmungen entwickeln sich in Zeiträumen von mehreren hundert Jahren mitunter heftige Turbulenzen, die an der Erdoberfäche als Magnetstürme registriert werden. Vier symmetrisch um den Äquator gelegene Bereiche erzeugen hauptsächlich das Dipolfeld der Erde. Diese sogenannten Kernflecken werden durch Strömungen hervorgerufen, die von unten aus dem Erdinneren kommend bis in die oberste Kernschicht reichen, hier einen hohen magnetischen Fluß erzeugen und wieder in die Tiefe abtauchen.

Die Form des Erdmagnetfeldes könnte man sich vorstellen, als würde es von einem riesigen Magnetstab entlang der Erdachse erzeugt, oder auch von einer überdimensionalen elektrischen Spule rund um den Äquator. Die Achse des Magnetfeldes stimmt nicht genau mit der Erdachse überein. Sie ist etwas gegen die Drehachse der Erde geneigt und dadurch decken sich die magnetischen Pole nicht genau mit den geografischen.

Ein Magnetfeld ist durch Kraftlinien beschreibbar. Man kann sich die gekrümmten Kraftlinien in der Form eines Hufeisens vorstellen. Die Kraftlinien des Erdmagnetfeldes verlassen die Oberfläche in der Nähe des Südpoles, formen einen hufeisenartigen Bogen, der weit ins All reicht und treten am Nordpol wieder ein. Nun muß man sich unendlich viele derartige Bögen aneinandergereiht vorstellen.

Der Sonnenwind beeinflusst auch die Form des Erdmagnetfeldes, indem er auf der Sonnenseite das Magnetfeld zusammendrückt und es auf der Nachtseite Millionen Kilometer weit ins All hinauszieht. Durch die Sonnenaktivität schwankt das Erdmagnetfeld periodisch und scheint langsam im Tagesrhythmus zu pulsieren. Zur Zeit großer Aktivität der Sonne zeigen sich Sonnenflecken, die als magnetische Stürme auch das Erdmagnetfeld beeinflussen. Gerade dann registrieren Krankenhäuser das vermehrte Auftreten von Herzanfällen und Kreislaufproblemen. Sensible Menschen oder geschädigte Strukturen im Körper scheinen für Magnetismus besonders empfindlich zu sein.

Das Erdmagnetfeld hat mehrmals seine Orientierung gewechselt. Nordpol und Südpol tauschten wahrscheinlich 12 Mal ihre Plätze. Alle 500 000 Jahre hat sich in den letzten 10 Millionen Jahren das Feld umgepolt. Zu dieser Erkenntnis ist man durch die Analyse der unterschiedlichen magnetischen Ausrichtung von erstarrten Gesteinsschichten gelangt. Allan V. Cox von der Stanford Universität ist der Ansicht, dass die Feldstärke des Dipolfeldes wesentlich häufigeren Schwankungen unterworfen sei und meint, dass nicht jede Oszillation einen Polsprung auslöst.

Vieles deutet darauf hin, dass ein Polsprung mit großen Katastrophen einherging. Die Hopi-Indianer beschreiben diesen Sachverhalt in ihren alten Mythen. Die Zwillinge Pöqanghoya und Palöngawhoya wachten über die Erde, einer im hohen Norden und einer im Süden, um sie im richtigen Umlauf zu halten. Als sie ihre Plätze vertauschten, brach eine gewaltige Katastrophe über die Erde herein, die große Erdteile vernichtete und die Erde gefrieren ließ. Das Volk der Hopi aber nahm Zuflucht in unterirdischen Höhlen und überlebte diesen Weltuntergang. Ist es nicht erstaunlich, dass ein Naturvolk in der Wüste Arizonas zu solchen Erkenntnissen gelangt?

Vor 100 Jahren nutzte man auch Brieftauben zur Nachrichtenübermittlung. Zielsicher finden Brieftauben den heimatlichen Schlag wieder, vor allem auch deswegen, weil sie sich neben Geländeformen auch am Erdmagnetfeld orientieren. Im Schädel von Tauben befinden sich sehr kleine Magnetitkristalle, die wahrscheinlich als Detektoren dienen. Aber auch viele andere Spezies, Wale, Zugvögel und Insekten wie Bienen und Ameisen orientieren sich am Erdmagnetfeld.

Dr. Joseph Kirschvink vom California Institute of Technology und sein Team entdeckten winzige magnetische Kristalle im menschlichen Gehirn. Der Laborraum war mit 6 Tonnen Stahl gegen das Erdmagnetfeld abgeschirmt und hochempfindliche Magnetometer mit Supraleitern registrierten auch extrem schwache Magnetfelder. Bei seinen Versuchen fand Dr. Kirschvink, dass viele Regionen des menschlichen Gehirnes kleinste Magnetitkristalle enthalten, vor allem auch die Gehirnhaut. Die Kristalle sind millionstel Millimeter klein. Durch Magnetit ist für den menschlichen Organismus die Voraussetzung für eine Interaktion mit einem äußeren Magnetfeld gegeben.

Gegenwärtig nimmt die Kraft des Erdmagnetfeldes rapide ab und driftet westwärts. In antiken römischen Keramikfunden analysierte man die Feldstärke der darin enthaltenen Eisenteilchen und kam zum Schluß, dass das Magnetfeld vor 2000 Jahren bedeutend stärker war, als heute. Hält dieser Trend an, dann wird das Magnetfeld in den nächsten 2000 Jahren verschwinden, oder aber es könnte sich eine Umpolung ereignen.


Prof. Dr. Kyoichi Nakagawa bringt viele Unpässlichkeiten und häufige Leiden unserer Zeit mit der Abnahme der Kraft des Erdmagnetfeldes in Verbindung. Dr. Nakagawa hat über 11.000 Patienten untersucht und ein "Magnetfeldmangel-Syndrom" beschrieben, mit den Krankheitserscheinungen: Schmerzen im Bereich der Wirbelsäule, Neuralgien, rheumatische Beschwerden, Kopfschmerz, Müdigkeit und Energiemangel. 94 % der Patienten berichteten über eine Besserung dieser Symptome durch Magnetfeldtherapie.

Einige physikalische Größen

Magnetische Flussdichte

Die magnetische Flussdichte, oder Induktion, ist die Kraft des Magnetfeldes. Die aktuelle Einheit ist Tesla, die alte aber noch gebräuchliche Gauß. 1 Tesla = 10.000 Gauß, 1 Gauß = 1:10.000 Tesla = 10 Mikrotesla.

Das Erdmagnetfeld hat an den Polen 0,7, am Äquator 0,3 und auf unserer geografischen Höhe 0,5 Gauß.

Therapiemagnete haben 600-2000 Gauß, also eine beträchtliche magnetische Kraft.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat festgehalten, dass statische Magnetfelder bis 20.000 Gauß unschädlich für die Gesundheit sind.

Frequenz

Die Frequenz definiert die Anzahl der Schwingungen pro Sekunde mit der Einheit Hertz (Hz).
Wechselstrom schwingt mit 50 Hz, also 50 Schwingungen pro Sekunde.

Der menschliche Organismus scheint mit seinen Organen und Zellen über schwingungsfähige Strukturen zu verfügen. Es ergeben sich folgende Resonanzfrequenzen:

innere Organe 3 Hz
Wirbelsäule 5 Hz
Hüftknochen 9 Hz
Kopf 20 Hz
Haut und Muskeln 10 Hz

Atomkerne schwingen mit 1022 Hz, Zellmembranen mit 1012 Hz, Körperzellen mit 103 Hz.

Die pulsierende Magnetfeldtherapie regt Körperzellen und kleinste Strukturen in den Zellen zum Mitschwingen mit der übertragenen Frequenz an. Nun schwingen aber verschiedene Körpergewebe und Organe abhängig von Größe, Geschlecht, Lebensalter und aktueller Gesundheitssituation mit unterschiedlichen Frequenzen. Die Anregung mit einer bestimmten Frequenz würde daher nur einen kleinen Teil der Körperzellen erfassen. Die moderne Technik ermöglicht es, Schwingungen von einer unteren Grenzfrequenz, sagen wir 5 Hz, bis zu einer oberen Grenzfrequenz, nehmen wir an 20 Hz, zu erzeugen. Dieser Effekt heißt “Wobbeleffekt” und verbessert die Bandbreite der pulsierenden Magnetfeldtherapie.

Globale Schwingungen

Die Resonanzfrequenz der Erde wird durch Blitzentladungen hervorgerufen. Blitze sind mächtige elektrische Entladungen, die auch kurze elektromagnetische Impulse aussenden. Diese Impulse breiten sich zwischen der leitenden Erdoberfläche und der Ionosphäre (leitende Atmosphärenschicht) weltweit aus und verstärken sich durch Resonanz.

Die Blitzentladungen der Erde summieren sich zu einer elektromagnetischen Schwingung mit der Frequenz 7,8 Hz. Diese besondere Frequenz wird nach ihrem Entdecker, dem Physiker Prof. Dr. Schumann, Schumann-Frequenz genannt. Nun haben Wissenschaftler auch andere Frequenzen mit 14, 20, 26, 33, 39, 44 und 50 Hz entdeckt, die allesamt Resonanzfrequenzen der Erde sind.

Außerdem scheint sich die Schumann Frequenz zu verändern. Sie verschiebt sich in Richtung etwas höherer Schwingungen zu 8 Hz und darüber.

Gehirnwellen

Das menschliche Gehirn produziert elektromagnetische Wellen, die an der Oberfläche des Schädels mit Elektroden ableitbar sind. Der Elektroenzephalograph (EEG) verstärkt die Signale und schreibt sie auf Papier.

Delta-Wellen mit der Frequenz von 1-3 Hz herrschen im traumlosen Tiefschlaf und im Koma vor
Theta-Wellen von 4-7 Hz entstehen, wenn wir im Schlaf träumen

Alpha-Wellen mit 8-12 Hz dominieren beim Einschlafen, Erwachen und in tiefer Entspannung

Beta-Wellen mit 13-40 Hz sind vorherrschende Schwingungen im aktiven Wachzustand

Es ist schon verblüffend, dass von außen einwirkende Magnetfelder mit der Schumann-Frequenz 7,83 Hz eine Beeinflussung der Hirnwellen ermöglichen. 10 % der Versuchspersonen von Dr. Maxey reagierten mit einer direkten Koppelung der Gehirnwellen, solange der Feldeinfluss dauerte.

Bei der pulsierenden Magnetfeldtherapie wird vor allem mit niedrigen Frequenzen gearbeitet. Die Patienten berichten immer wieder über wunderbare Entspannung und Beruhigung. Mancher schläft dabei auch selig ein! Vielleicht stellt sich dieser Effekt durch Harmonisierung und Koppelung der Hirnwellen an niedrige Frequenzen ein. Eine gewisse Rolle wird aber auch das leichte Absinken des Blutdruckes durch die Gefäßerweiterung spielen, zusammen mit der wohltuenden Erwärmung der Gliedmaßen.

Aus Experimenten wissen wir, dass elektromagnetische Wellen das Zeitempfinden beeinflussen können. Wenn man Testpersonen elektromagnetischen Wellen aussetzt, dann geben sie an, dass Zeitabläufe bei 12 Hz im Vergleich zu 8 Hz rascher geworden sind.


Permanentmagnete

sind dauerhafte Magnete, deren Elektronen auch in einem Magnetfeld die ursprüngliche Drehrichtung (Spin) bewahren.

Ferromagnetismus

Ferrum, lat. Eisen, und andere Stoffe wie Nickel und Kobalt werden unter Energieabnahme mit großer Kraft in ein Magnetfeld hineingezogen. Sie können, einmal magnetisiert, diese Eigenschaft lange Zeit bewahren.

Paramagnetismus

Bestimmte Stoffe haben eine Polarisation und werden durch ein Magnetfeld schwach angezogen. Chrom, Mangan und Sauerstoff gehören dazu.

Diamagnetismus

Kupfer und Wismut, aber auch Wasser, Kohlenstoff und organische Verbindungen sind ebenso polarisiert und werden schwach von einem Magnetfeld abgestoßen.

Magnetismus und Elektrizität

Es besteht ein unmittelbarer Zusammenhang zwischen Magnetismus und Strom. Werden in einem ruhenden (statischen) Magnetfeld Ladungen bewegt, so wird elektrischer Strom induziert. Umgekehrt induziert elektrischer Strom, das sind bewegte Ladungen, ein Magnetfeld.

Ein pulsierendes Magnetfeld entwickelt ein elektrisches Feld und ein pulsierendes elektrisches Feld entwickelt ein Magnetfeld.

Diese Wandlung von magnetischer Energie in Strom und umgekehrt hat Konsequenzen. Ein statischer Magnet wirkt auf bewegte Ladungen. Das sind im ruhenden menschlichen Körper vor allem die geladenen Ionen im Blut. Ein sich mit der Zeit änderndes Magnetfeld kann auch auf ruhende Strukturen, beispielsweise Knochen, wirken.

Klassische Magnetfeldtherapie

Diese Therapie ist eine Naturheilkunde mit uralter Tradition. In den antiken Kulturen Indiens, Ägyptens, Chinas und Griechenlands waren Magnete wichtige Elemente der Behandlung. Theophrastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, wandte Magnetismus zur Heilung vieler Erkrankungen an.

Die Behandlung erfolgt durch Auflegen von kräftigen Magneten. Aber auch in die klassische Magnettherapie hat der Fortschritt Einzug gehalten. Sehr kleine und starke Magnete aus besonderen Legierungen mit Feldstärken zwischen 600 und 800 Gauß wurden entwickelt. Diese kleinen Magnete können auf schmerzhafte Körperregionen und Akupunkturpunkte geklebt werden und dort einige Tage ihre Wirksamkeit entfalten.

Akupunkturpunkte

Akupunkturpunkte sind besondere Stellen der Körperoberfläche, die Einflussnahme auf ein energetisches System erlauben. Nach chinesischer Auffassung soll Lebensenergie, Qi (gesprochen: Tschi), in bestimmten Bahnen im Körper kreisen. Ein Stau oder ein Mangel an Qi soll zunächst Auswirkungen auf das energetische System nehmen und nachfolgend auch den Körper beeinflussen. Zur Behandlung werden die Akupunkturpunkte stimuliert. Die Methoden sind:

Akupunktur, das Stechen der Punkte mit feinsten Nadeln

Laserpunktur, Bestrahlung der Punkte mit reinem, hochenergetischem Licht

Akupressur, das Drücken der Punkte mit der Hand

Moxa, das Erwärmen der Punkte durch Abbrennen von Beifuß über einer Ingwerscheibe

Elektroakupunktur, die Einleiten von schwachem Strom an den Punkten

Magnetauflage auf die Punkte

Die verschiedenen Stimulationsmethoden haben mehr oder weniger ähnliche Effekte. Durch die gezielte Auswahl der Methode sollen auch lenkende Einflüsse auf Qi möglich sein. Die Wahl der Methode hängt von vielen Faktoren ab und wird individuell auf die jeweilige Situation des Patienten abgestimmt.

Die Auflage von Magneten und Magnetpflaster hat Vorteile, denn sie ist völlig schmerzfrei und kann daher auch bei Kindern angewandt werden. Kleine Magnetpflaster werden auf die Haut geklebt. Es besteht keinerlei Infektionsrisiko, die Methode ist einfach und braucht keinen Strom. Analog zur Akupunktur werden mehrere Punkte stimuliert. Die Zielsetzung ist die Regulation und Harmonisierung des energetischen Systems.

Als Wirkmechanismus wird ausschließlich die Einflussnahme auf die beweglichen Ionen im Blutstrom angenommen. Daher ist die klassische Magnetfeldtherapie nicht mit der pulsierenden Magnetfeldtherapie, bei der im Gewebe elektromagnetische Felder entstehen, vergleichbar.
Am Ludwig-Bolzmann-Instiut in Wien wurde eine Studie über Magnetpflaster gemacht. Dabei wurde festgestellt, dass diese Methode Schmerzen bei bestehenden Narben verringern kann.

Wechselpolare Magnetfolien, bei denen Nord- und Südpol abwechselnd angeordnet sind, werden mit besonders effizienter Wirkung auf die Durchblutung angewandt. Das Massachusetts Institute of Technology registrierte verbesserte Fließeigenschaften des Blutes durch den Einsatz dieser Magnetfeldfolien.


Eine neue Entwicklung ist ein magnetischer Chip, der mit der Frequenz 7,83 Hz getaktet ist. Diese Frequenz repräsentiert die Grundschwingung der Erde. Der Chip wird auf Akupunkturpunkte oder wichtige Steuerzentren des Körpers gelegt oder aufgeklebt. Er gibt im Takt magnetische Schwingungen dieser "Urfrequenz" ab und benötigt für seine Funktion keinen Strom.

Polarität

Der Polarität wird unterschiedliche Wirkung zugesprochen. Bei Nordpolarität kreisen die Elektronen linksherum um ihre Achse. Nordpolarität soll schmerzlindend, beruhigend und schlaffördernd wirken.

Südpolarität wird durch die Rechtsrotation von Elektronen hervorgerufen. Der Südpolarität wird durchblutungsfördernder, stoffwechselaktivierender und vitalisierender Einfluss zugesprochen, sowie eine vorteilhafte Wirkung bei Regeneration und Heilung. Allerdings sind die Forscher bezüglich der Polarität geteilter Meinung.

Pulsierende Magnetfeldtherapie

Durch die Errungenschaften der modernen Technik ist nun zur klassischen Behandlung mit dauerhaften Magneten die "Pulsierende Magnetfeldtherapie" dazugekommen. Dabei wirkt aber immer noch die gleiche Naturkraft, sodass man auch diese neue Form der Magnetfeldtherapie als naturheilkundliche Heilmethode bezeichnen kann.

Moderne Magnetfeldtherapiesysteme bestehen aus Steuergerät und Applikator (Matte, Kissen, Spulen). Im Steuergerät werden durch Mikroprozessoren getaktete Schwingungen erzeugt und auf den Applikator übertragen. Der Applikator erzeugt durch Spulen und Spulensysteme ein Magnetfeld.

Für Ärzte, Therapiezentren und Spitäler gibt es professionelle Steuergeräte und große Ringspulensysteme, die in der Lage sind, starke und besonders homogene Magnetfelder zu erzeugen. Auf Grund der großen magnetischen Kraft sind diese Geräte Ärzten vorbehalten.

Für die Anwendung Zuhause wurden Magnetfeldsysteme entwickelt, die den in der Arztpraxis eingeleiteten Heilerfolg stabilisieren sollen. Die magnetische Kraft ist auf ein niedrigeres Niveau ausgelegt. Diese Geräte können zur ergänzenden Therapie für viele Krankheiten und Befindlichkeitsstörungen, aber auch zur Vorbeugung eingesetzt werden.

Der große Vorteil dieser Technik ist die Wirkung auf viele Strukturen und biologische Mechanismen, sowie die feine Dosierbarkeit von Leistung und Frequenz. Knochenbrüche und Osteoporose sind beispielsweise durch Sinusschwingungen niedriger Frequenzen besonders gut zu behandeln. Bei vielen anderen Indikationen werden Impulspakete bestimmter Frequenzen erzeugt. Damit gelingt es, eine große Zahl von Zellen positiv zu stimulieren.

Magnetresonanz

Sie erinnern sich vielleicht noch an ein Experiment aus dem Physikunterricht: Bringt man durch Anschlagen eine Stimmgabel zum Schwingen, so schwingt eine etwas entfernte zweite Stimmgabel leise im gleichen Ton mit.

Ein pulsierendes Magnetfeld durchdringt beinahe ungeschwächt den ganzen Körper und überträgt elektronisch erzeugte Schwingungen heilsamer Frequenzen. Die Körperzellen, kleine subzelluläre Strukturen und Ionen werden angeregt im gleichen Takt mitzuschwingen.

Fakten zur Wirkungsweise der Magnetfeldtherapie

Über 1200 internationale Studien haben die Magnetfeldtherapie zum Thema und bescheinigen in den meisten Fällen die signifikante Wirksamkeit der Behandlungsmethode. In der Fachliteratur finden sich einige Kernaussagen zur Magnetfeldtherapie die ich Ihnen hier vorstellen will.

Die genauen Mechanismen der Wirkungsweise werden zur Zeit erforscht. Viele Daten weisen darauf hin, dass Magnetfelder an zentralen Schaltstellen von Zellen wirken. Hauptangriffspunkte sind die Membran, die als schützende und regulative Hülle die Zelle umgibt, die Mitochondrien, kleine energieproduzierende Organellen in der Zelle, und Hämoglobin, der Farbstoff des roten Blutkörperchens.

Durch die Magnetfeldtherapie wird den Zellen mehr Sauerstoff und Energie zur Verfügung gestellt, sodass sie ihre Funktionen optimieren können. Dies ist die Voraussetzung für die Gesundung von geschädigten Strukturen und Organen und letztlich des ganzen Körpers. Wenn allerdings eine Schädigung die Zellen irreversibel zerstört hat, dann ist bei manchen Geweben keine energetische Beeinflussung mehr möglich.

Ein stärkeres Magnetfeld bedeutet übrigens keineswegs auch bessere Wirkung. Es kommt hier sehr auf die homogene Verteilung des Feldes, die Magnetresonanz, die Signalform und die Einstellung von Frequenz und magnetischer Flussdichte an.

Für verschiedene Gewebe und Organe wurden Amplitudenfenster und Frequenzfenster entdeckt. Amplitudenfenster definieren den Bereich der magnetischen Kraft (Flussdichte), der optimale Reaktionen auslöst. Man hat in Versuchen festgestellt, dass die Magnetfeldtherapie bevorzugt bei ganz bestimmten magnetischen Energien wirkt. Zu viel und zu wenig magnetische Kraft kann die Wirksamkeit abschwächen, oder gar aufheben. Analog dazu ist das Frequenzfenster der Bereich von Schwingungen, der ein optimales Ansprechen der Zielstruktur ermöglicht. Diese Erkenntnisse sprechen auch dafür, Magnetfeldtherapie ganz individuell auf eine Person und deren aktuelles Problem abzustimmen.

Körperzellen sind zumeist leicht diamagnetisch und werden durch magnetische Kräfte in eine Orientierung gebracht. Im Zellkern befindet sich die Erbsubstanz DNS (Desoxyribonukleinsäure), in der die genetische Information für den gesamten Körper festgelegt ist. Auch dieses gewundene Riesenmolekül wird entlang der Feldlinien ausgerichtet. ebenso wie Enzyme, das sind Eiweißstoffe hoher Spezialisierung.

Die Wirkungsweise der Magnetfeldtherapie kurz zusammengefasst:

verbesserte Durchblutung
verbesserte Sauerstoffversorgung
entzündungshemmend
schmerzstillend
abschwellend
Stoffwechselanregung
verbesserter Knochenaufbau nach Brüchen und bei Osteoporose
verbesserte Wundheilung
und zum Schluss, aber nicht zuletzt: Beruhigung und Entspannung

Rote Blutkörperchen

Die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) enthalten Hämoglobin, den roten Blutfarbstoff. Hämoglobin trägt in seinem Zentrum ein Eisenatom und kann 4 Moleküle Sauerstoff binden. In den Blutgefäßen der Lunge werden die Erythrozyten mit Sauerstoff beladen. Sie werden durch die Kraft des Herzens mit dem Blutstrom bis in die entlegensten Teile des Körpers transportiert und entladen dort ihre wertvolle Fracht, den Sauerstoff.

Magnetfeldtherapie erleichtert durch eine Strukturänderung des Hämoglobinmoleküls und die pH-Verschiebung (lat.: potentia hydrogenii, Wasserstoffionenkonzentration) die Abgabe von Sauerstoff. Als Folge öffnen sich kleinste Gefäßnetze und sorgen für zusätzliche Durchblutung. Diesen Effekt kann man durch Thermographie nachweisen, einem Verfahren, das die Wärmeabstrahlung der Körperoberfläche im infraroten Spektralbereich sichtbar macht. Die Temperatur im behandelten Bereich kann in wenigen Minuten um bis zu 3 Grad ansteigen. Prof. Dr. Ulrich Warnke untersuchte die Wirkung der Magnetfeldtherapie auf die periphere Durchblutung. Magnetfeldeinwirkung am hinteren Schädel führt interessanterweise auch zu einer vermehrten Wärmeabstrahlung an den Armen. Die Deutung dieses Effektes legt eine Reaktion im Gehirn nahe, mit nachfolgendem Einfluss auf die Extremität.

Mitochondrien

Mitochondrien sind kleine Organellen in Körperzellen. Sie sind wahrscheinlich aus Bakterien entstanden, denn sie haben eine eigene Erbsubstanz mit kleinen Unterschieden zur menschlichen DNS und verfügen über eine Membran. Zum gegenseitigen Vorteil dürften sich Mitochondrien mit Körperzellen zu einer Symbiose zusammengeschlossen haben.

Mitochondrien können aus der Verarbeitung der Nährstoffe Fett, Kohlenhydrate und Eiweiß, Energie erzeugen. Zur Verbrennung der Nährstoffe ist Sauerstoff notwendig. Dabei entsteht Energie, die als energiereiches Molekül ATP (Adenosintriphosphat) gespeichert wird. Diese Energie wird für alle energieverbrauchenden Prozesse der Zelle benötigt.
Magnetfeldtherapie greift in den Energiehaushalt durch vermehrte Bereitstellung von Sauerstoff ein. Damit gelingt es den Mitochondrien besser, energiereiche Verbindungen aufzubauen und energieverbrauchende Reaktionen zu optimieren.



Zellmembran

Die Zellmembran (Plasmalemma) ist eine dünne Schicht aus Fettsäuren, Cholesterin und eingelagerten Proteinen (Eiweißmolekülen). Diese Proteine sind hochspezialisierte Strukturen. Die Natrium-Kalium-Pumpe zum Beispiel verfrachtet bei jedem Pumpvorgang 3 Natriumionen aus der Zelle und pumpt 2 Kaliumionen in die Zelle hinein. Natrium und Kalium sind positiv geladene Teilchen (Ionen). Weil 3 positive Ladungen heraus- und 2 hineingepumpt werden, verhält sich das Zellinnere im Vergleich nach außen (zum Extrazellularraum) negativ. Mit dieser Spannung, dem sogenannten Membranpotential, werden wichtige Funktionen der Zelle vollzogen, zum Beispiel die Nervenleitung. Wenn die Pumpleistung eingeschränkt ist, dann strömt Wasser in die Zelle, sie quillt auf, bis sie platzt. Die Natrium-Kalium-Pumpe verbraucht ca. 30 % des Energiebedarfs der Zelle.

Magnetfeldtherapie kann durch ein verbessertes Sauerstoffangebot die Effizienz der komplizierten Vorgänge an der Zellmembran optimieren. Die Anregung mit Frequenzen zwischen 100 und 200 Hz ist in der Lage, die Aktivität der Natrium-Kalium-Pumpe zu steigern. Auch membranstabilisierende Effekte lassen sich nachweisen.

Im Magnetfeld sammeln sich Kalziumionen an der Membranaußenseite und werden durch Kalziumkanäle vermehrt ins Zellinnere aufgenommen. Kalzium ist ein wichtiger Vermittler von Regulationsmechanismen im Zellinneren. Lassen Sie mich nur schlagwortartig von einigen Effekten berichten, die durch diese Reaktion beeinflusst werden können:

Durch Kalzium werden Fresszellen (Makrophagen) aktiviert, die eine wichtige Instanz der immunologischen Abwehr sind. Stoffwechselprozesse laufen verstärkt ab und die Zellteilung und Differenzierung wird angeregt. NO, Stickstoffmonoxyd, wird verstärkt produziert. Dieses Gas ist wahrscheinlich der wichtigste Faktor für die Erweiterung von Blutgefäßen. Es ist in Nitrosprays enthalten, die bei einer Verengung der Herzkranzgefäße lebensrettende Bedeutung haben. Die Reaktion auf die Stresshormone Adrenalin und Kortison ist reduziert und die Ansprechbarkeit für Insulin erhöht. Aber auch die Natrium-Kalium-Pumpe wird angeregt.

Durch diese Mechanismen wären zum Teil auch die vielfältigen Magnetfeldwirkungen erklärbar, die sich aus Membranfunktionen ableiten, wie die verbesserte Wundheilung, Stimulierung des Immunsystems, Rückbildung von Gewebsschwellungen und viele andere.

Blutgefäße

Das Herz pumpt Blut über die Aorta, die Hauptschlagader, in immer feinere arterielle Verzweigungen durch die Organe und Gewebe des Körpers. In den feinsten Aufzweigungen, den Kapillaren, wird der Stoffaustausch vollzogen. Sauerstoff, Nährstoffe und Salze werde abgegeben und CO² sowie Stoffwechselschlacken aufgenommen. Nach dem Stoffaustausch sammelt sich das Blut in immer größeren venösen Gefäßen und strömt über die obere und untere Hohlvene dem Herzen zu. Das Herz pumpt es in die Lungen, wo CO² abgeatmet und Sauerstoff aufgenommen wird.

Im Blut zirkuliert eine Vielzahl von Immunzellen und Abwehrstoffen, die vor Entzündungen und Tumoren schützen.

Die kleineren Arterien (Arteriolen) sind hauptverantwortlich für die Regulation des Blutdruckes. Durch Einlagerungen aus Cholesterin und Kalzium können aus muskulösen und dehnbaren Schläuchen starrwandige verengte Röhrchen werden, die die Funktion der Blutdruckregulation weitgehend verlieren.

Im Magnetfeld verteilen sich Ionen unterschiedlich nach ihrer Ladung. Positiv geladene Wasserstoffionen, die Protonen, wandern zu den Zellgrenzen. An der Gefäßwand führt die Ansammlung von Protonen zu einer kleinen Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichtes in Richtung sauer. Dies ist ein lokaler Reiz für die Gefäßerweiterung. Hinzu kommt, dass die Hämoglobinmoleküle in den roten Blutkörperchen im sauren Milieu leichter Sauerstoff an das Blut abgeben. Kalium tritt aus den Zellen und setzt die neuromuskuläre Erregbarkeit herab. Kalzium wird im Magnetfeld vermehrt ins Zellinnere aufgenommen und moduliert als Botenstoff viele Funktionen. Für die Gefäßerweiterung ist vor allem die vermehrte Bereitstellung von NO (Stickstoffmonoxyd) bedeutsam.

Magnetfeldtherapie bewirkt daher eine verbesserte Durchblutung durch Erweiterung von Blutgefäßen und Öffnen von Kapillarnetzen.

Wundheilung

Studien zur Verbesserung der Wundheilung ergaben, dass magnetfeldbehandelte Wunden rascher und mit besserem kosmetischem Ergebnis abheilten. Die Narben waren im Niveau der Haut und ohne überschießende Bindegewebsreaktion. Bei der feingeweblichen Untersuchung mit dem Mikroskop zeigte sich die parallele Orientierung von kollagenen Fasern quer zum Wundspalt. Daraus lässt sich hohe Narbenqualität und Reissfestigkeit ableiten.

Die komplizierten Vorgänge der Wundheilung laufen durch das verbesserte Sauerstoffangebot effizienter ab. Bindegewebszellen (Fibroblasten) werden offensichtlich auch direkt durch Magnetismus zur Bildung von Fasern angeregt. Klinisch zeigt sich vor allem die Linderung von Schmerzen.

Im Tierexperiment durchtrennte Nervenenden wachsen, durch Magnetfelder stimuliert, parallel ausgerichtet und ohne Wucherung der Nervenscheiden zusammen.

Knochen

Knochen bestehen aus einer Grundsubstanz, Knochenzellen und den Mineralien Kalzium und Phosphor. Kalzium und Phosphor werden mit der Nahrung aufgenommen und nach Passage des Magen-Darm-Traktes den Osteoblasten (Knochen aufbauende Zellen) zur Verfügung gestellt. Unter dem Einfluss von Hormonen werden diese Mineralien vermehrt in die Knochen eingebaut. Viele Knochen des menschlichen Skelettes sind als Röhrenknochen ausgebildet. Im Inneren des Knochens befindet sich eine Trabekelstruktur, das sind Knochenbälkchen, die als kleine Pfeiler den Knochen in der Hauptrichtung der Belastung verstärken. Die Natur hat hier ein Wirkprinzip geschaffen, um mit möglichst wenig Gewicht ein Maximum an Belastbarkeit und Elastizität sicherzustellen.
Osteoporose, das Weichwerden der Knochen, entwickelt sich vor allem bei Frauen nach der hormonellen Umstellung im Wechsel. Aber auch Männer können im höheren Lebensalter von Osteoporose betroffen sein. Knochenschmerzen, Knochenbrüche (Schenkelhalsfraktur) und abnehmende Körpergröße sind deutliche Hinweise für diese Erkrankung.

Piezoelektrizität bedeutet, dass Kristalle durch Druckeinwirkung ein elektrisches Feld erzeugen. Umgekehrt kann eine an den Kristall angelegte elektrische Spannung dessen Verformung hervorrufen. Durch diesen Effekt funktioniert die Quarzsteuerung von Uhren.

Knochensubstanz erscheint piezoelektrisch, denn duch Biegekräfte entstehen elektrische Potentiale mit kleinen elektrischen Strömen. Die komprimierte konkave Seite wird negativ, die auf Zug belastete konvexe Seite positiv. Die einwirkende Kraft entspricht der Amplitude des Feldes, die Richtung entspricht der Polarität. Wissenschaftler vermuten in diesem Phänomen einen Regelkreis für Knochenumbauprozesse. Durch Bewegung mit Zug- und Druckbelastung und durch die angreifenden Muskelursprünge werden Potentialspannungen erzeugt, die den Knochen an die aktuelle Situation anpassen.

Magnetfeldtherapie kann schwache elektrische Ströme im Inneren der Knochen induzieren. Durch Nachahmung des natürlichen Vorgangs wird wahrscheinlich auf diese Weise Knochensubstanz angelagert. Aber auch eine direkte Wirkung auf knochenaufbauende Zellen (Osteoblasten) und das Hormonsystem ist wahrscheinlich.

Die pulsierende Magnetfeldtherapie kann knochen- und knorpelaufbauende Prozesse fördern und den ständigen Abbau hemmen. Deshalb ist eine Domäne dieser Methode der Einsatz bei Knochenbrüchen, Arthrosen und Osteoporose.

Bei Knochenbrüchen wird raschere Kallusbildung (neuer Knochen) und die Umwandlung in Funktionsknochen erzielt. Da Magnetfelder beinahe ungehindert Gipsverbände durchdringen ist die zusätzliche Anwendung dieser Methode auf alle Fälle empfehlenswert.

Selbstverständlich ist bei Osteoporose kalziumreiche Ernährung und ausreichende Bewegung wichtig. Die Therapie mit Kalzium, Vitamin D, Phosphorverbindungen und gegebenenfalls Hormonen muß auf alle Fälle beibehalten werden. Magnetfeldtherapie kann zusätzlich als komplementäre Methode angewandt werden.





Schmerz

Schmerz wird durch kleinste Nervenendigungen in der Haut und im Inneren des Körpers registriert. Dünne, marklose Nervenfasern leiten mit langsamer Geschwindigkeit den dumpfen, diffusen Schmerz. Dicke markhaltige Fasern leiten den gut lokalisierbaren hellen Schmerz mit großer Geschwindigkeit.

Die Nervenimpulse werden zum Rückenmark geleitet, auf eine andere Nervenzelle umgeschaltet und über das Rückenmark an das Gehirn gemeldet. Das Hirn verarbeitet Schmerzeindrücke mit unterschiedlicher Priorität.

Noch ehe Sie: "Au, verflixt, ich hab´ mir einen Nagel eingetreten" sagen können, haben Sie reflexartig den Fuß zurückgezogen und aus der Gefahrenzone entfernt, weil starker und akuter Schmerz absolute Priorität hat. Chronischer Schmerz wird als bohrend und dumpf empfunden und ist in der Lage sich gewissermaßen zu verselbständigen. Ein "Schmerzgedächtnis" merkt sich ständig wiederkehrende Schmerzeindrücke und speichert diese nicht nur als neuronale Verschaltung, sondern auch als Proteine. Das ist insofern problematisch, weil dadurch chronische Schmerzen kaum mehr beeinflussbar und schwer auflösbar sind.

Deshalb ist es wichtig Schmerz als auslösende Ursache eines Problems zu erkennen, ihn aber dann effizient zu bekämpfen. Es gibt heute hervorragende schmerzlösende und entzündungshemmende Substanzen, die kaum noch Nebenwirkungen bei kurzem und gezieltem Einsatz hervorrufen. Aus übertriebener Vorsicht und Halbwissen lehnen viele Menschen diese Medikamente ab, oder verstauen sie im Nachtkästchen. Im akuten Fall ist sicher ein gutes Schmerzmedikament, gegebenenfalls sogar als Infusion oder Injektion, Infiltrationen
und biophysikalische Therapiemethoden wie Laser, Magnetfeld, Strom und Ultraschall anzuraten. Bei chronischen Schmerzen können diese Behandlungsmethoden immer mehr in Richtung biophysikalische Therapie verschoben werden. Zusätzlich sind Akupunktur, Entspannungsübungen und die Anwendung von Kältereizen im Akutstadium und Wärmereizen im chronischen Fall hilfreich.

Magnetfeldtherapie lindert die Schmerzempfindung zunächst durch Entspannung und Lösung von Verkrampfungen. In den Nervenzellen wird das Membranpotential erhöht. Diese Hyperpolarisation bewirkt, dass Schmerzreize vermindert an das Gehirn weitergeleitet werden. Die Schmerzschwelle wird angehoben, die Empfindung von Schmerzen läßt langsam nach. Im zentralen Nervensystem können unter Magnetfeldeinfluss vermehrt Endorphine, das sind schmerzlösende morphiumähnliche Substanzen, produziert werden.

Stress

In der Frühzeit der Menschheit war Stress eine Reaktion auf eine bedrohliche Lebenssituation. Tiere und Menschen sind in ihren Reaktionsweisen durchaus ähnlich. Stress bewirkt durch die vermehrte Ausschüttung des Hormones Adrenalin schnellen Herzschlag und die Engstellung der Arteriolen. Der Blutdruck steigt, der Körper wird hellwach. Kortison wird aus der Nebennierenrinde freigesetzt, um rasch mehr Blutzucker zu mobilisieren. Damit soll dem Körper blitzartig Energie für Flucht, oder einen Angriff verschafft werden. Innere Organe werden für Stressreaktionen im Moment nicht gebraucht und daher wird deren Blutversorgung vorübergehend gedrosselt.

In der heutigen Zeit jagen wir nur noch zum Privatvergnügen und werden eher selten verfolgt. Allerdings laufen dieselben Stressreaktionen ab, wenn ein Chef seine Mitarbeiter drangsaliert, wir uns von Terminen hetzen lassen, oder wenn wir am Steuer eines PKW provoziert werden. Diese Reaktionen können sich verselbständigen, wenn sehr häufig Stresssituationen ohne die Möglichkeit einer Reaktion erlebt werden. Andauernd hohe Adrenalinspiegel können Arteriolen dauerhaft tonisieren und zu hohe Kortisonspiegel sind in der Lage, die körpereigene Immunabwehr einzuschränken.
Was kann man dagegen unternehmen? Einerseits sollte man eine Ausdauersportart, wie Bergwandern, Laufen, Schwimmen und Radfahren wählen, um die aufgestaute Aggression zu entladen. Andererseits können zusätzlich Entspannungsmethoden und Yogaübungen hilfreich sein.

Auch die Magnetfeldtherapie kann zur Stresslösung beitragen durch: Entspannung, Beruhigung des sympatischen Nervensystems und verbesserte Durchblutung innerer Organe.

Bei welchen Erkrankungen und Funktionsstörungen kann die Magnetfeldtherapie eingesetzt werden?

Eine unglaubliche Vielfalt von Erkrankungen und Befindlichkeitsstörungen kann mit der Magnetfeldtherapie positiv beeinflusst werden. Manchmal wird mit dieser regulativen Therapie eine raschere Heilung möglich, in vielen Fällen werden die Beschwerden deutlich gelindert.

Um eine vorhandene Störung der Körperfunktionen wieder ins Lot zu bringen werden vielfältige Behandlungsmethoden angewandt und nur zu oft sind auch Medikamente notwendig. Heilung wird aber letztendlich nicht vom Arzt oder einer bestimmten Therapieform, sondern nur von der Natur selbst erzielt. Beispielsweise ist es bei einer Infektionserkrankung Ihr Körper, dessen Immunsystem Mikroorganismen bekämpft, wenn auch Antibiotika unterstützend eingreifen können. Die Magnetfeldtherapie kann nach der fieberhaften Phase einer Infektionserkrankung das Immunsystem positiv beeinflussen und die Rekonvaleszenz verkürzen.

Allerdings ist die Eigenverantwortung des Patienten für seine Gesundheit sehr bedeutsam. Sie werden bessere therapeutische Ergebnisse mit der Magnetfeldtherapie erzielen, wenn Sie sich gesund ernähren, genug Wasser trinken und für ausreichende Bewegung in frischer Luft sorgen.

Die Magnetfeldtherapie ist kein "Allheilmittel" wie das manchmal unseriös dargestellt wird. Es ist eine nebenwirkungsarme Therapiemethode und diese kann vorteilhaft mit anderen Maßnahmen, physikalischen Methoden und Arzneien kombiniert werden.

Erfolgsgarantie gibt es bei keiner noch so vorteilhaften Behandlungsart, auch nicht bei der Magnetfeldtherapie! Manche Menschen sprechen zum Beispiel auf bewährte Medikamente nicht ausreichend oder überhaupt nicht an. Ebenso wirken physikalische Behandlungsmethoden manchmal nicht. Die Ursache ist im unwahrscheinlich komplex gebauten menschlichen Organismus zu suchen. Jeder Mensch reagiert auf Grund seiner individuellen Erbanlagen und der psychischen Orientierung anders. Hier wird deutlich, dass der Mensch in keiner Weise als Maschine betrachtet werden kann. Auch wenn wir viele Details zu verstehen glauben, bleibt da noch ein großes Geheimnis.

In Kombination mit anderen ärztlichen Maßnahmen und gegebenenfalls unter fachärztlicher Kontrolle kann die Magnetfeldtherapie nach aktuellem Wissensstand für folgende Erkrankungen eingesetzt werden:

Allgemeine Anwendungen

Schmerzlinderung bei chronischen Erkrankungen
Förderung der Wundheilung
Aktivierung des Immunsystems
Energiemangel
Ödeme (Flüssigkeitsansammlung)
Stress



Bewegungsapparat

Osteoporose (Knochenerweichung)
Arthrose
HWS-Syndrom (Nackenschmerzen)
BWS-Syndrom (Schmerzen Brustwirbelsäule)
LWS-Syndrom (Schmerzen Lendenwirbelsäule)
Bandscheibenvorwölbung
Bandscheibenvorfall
Karpaltunnelsyndrom
Epicondylitis (Tennisarm)
Rheumatische Erkrankungen
Morbus Bechterew
Fraktur (Knochenbruch)
Gelenkersatz (Prothese)

Hauterkrankungen
Akne
Ulcus cruris (Unterschenkelgeschwür)
Allergie
Psoriasis (Schuppenflechte)
Brandwunden
Sonnenbrand

Kreislauf

Durchblutungsstörungen
Hypertonie (Bluthochdruck)
Hypotonie (zu niedriger Blutdruck)
Periphere arterielle Verschlusskrankheit (Schaufensterkrankheit)

Frauenheilkunde

Menstruationsschmerzen
Prämenstruelles Syndrom

Hals-Nasen-Ohrenerkrankungen

Tinnitus (Ohrensausen)
Hörsturz (akute Schwerhörigkeit)
Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)

Augenheilkunde

Glaukom (grüner Star)
Opticusatrophie
Netzhautdegeneration

Nervenerkrankungen

Schlafstörungen
Migräne
Spannungskopfschmerz
depressive Verstimmung
Neuralgie (Nervenschmerz) z.B.
Trigeminusneuralgie
Polyneuropathie (Nervenschädigung)
Morbus Parkinson

Innere Erkrankungen

Colon irritabile (Reizdarm)
Asthma bronchiale
Hyperurikämie (Gicht)


Urologie

Reizblase
Erektionsstörungen

Zahnheilkunde
Parodontose
Implantate

Sport

Muskelkräftigung
Förderung der Ausdauer
Regeneration nach Aktivität
Sportunfall
Muskelriss
Verstauchung
Prellung


Nun möchte ich für Sie einige Krankheitsbilder allgemein verständlich beschreiben, erklären welche zugrundeliegenden Ursachen diese verursachen und auch gleich ein ganzheitsmedizinisches Behandlungskonzept ohne Anspruch auf Vollständigkeit entwickeln. Da nach meiner tiefsten Überzeugung jeder Mensch ein Individuum ist, nicht nur was seine Einstellung und Persönlichkeit betrifft, sondern auch in Bezug auf die Stoffwechselsituation ist mir sehr an einer persönlich abgestimmten Therapie gelegen.


Dermatologie – Hauterkrankungen
Akne
Sie erinnern sich sicherlich noch an die Pubertät, die Auflehnung gegen alles und jedes, erste unsterbliche Liebe und an die lästigen Pickel. Akne ist eine bakteriell durch Staphylokokken und Propionibakterien hervorgerufene Hauterkrankung. Maßgeblich daran beteiligt ist die hormonelle Situation.
Fallbeobachtung: S.F., 35 Jahre, Beamtin
Frau S. kam ziemlich verzweifelt zu mir in die Ordination. Ihre Gesichtshaut war übersäht mit tiefreichenden entzündeten Pusteln und Narben. Sie erzählte mir von ihren aussichtslosen Versuchen mit allerlei Tinkturen, der Antibabypille in hoher Dosierung und Homöopathika.
Die Diagnose war klar: Akne pustulosa, eine besonders unangenehme Form der Akne. Wir vereinbarten einen mehrgeleisigen Weg, denn die Patientin wollte rasch und nachhaltige Resultate sehen. Da Frau F. Zudem fettleibig war, empfahl ich eine F.X. Mayr - Kur und im Anschluss einen Fastentag in der Woche. Die Ernährung wurde auf Vollwertkost umgestellt.
Sie bekam für 2 Wochen ein spezielles Antibiotikum, gleichzeitig wurde eine biophysikalische Therapie mit Laser, Magnetfeld, schwachen elektrischen Strömen und Ultraschall durchgeführt. Laserlicht vermag die Immunabwehr zu stimulieren, aktiviert Zellen zur raschen und beinahe narbenfreien Heilung und strafft die Haut. Ähnliche Wirkungen haben die Elektrotherapie und die Magnetfeldtherapie. Gerade die Magnetfeldtherapie ist bei dieser Indikation hilfreich, denn durch dieses Verfahren wird den Zellen zur Optimierung der Heilprozesse Energie bereitgestellt. Versuche haben ergeben, dass unter Pulsierender Magnetfeldtherapie Zellen und Bindegewebsfasern in perfekter Qualität mit größerer Reissfestigkeit nachwachsen.
Ultraschall setzte ich zur Auflockerung der bestehenden Narben und zur Verbesserung der Durchblutung ein.
Frau F. War anfangs skeptisch, weil sich die Haut nur langsam regenerierte. Die Pustel heilten ab, kamen im Verlauf der Behandlung immer seltener zum Vorschein, die Haut wurde insgesamt weicher und schöner. Nach und nach wurden die augenscheinlichen Erfolge auch von ihren Freunden und Arbeitskollegen anerkennend gesehen. Dieser Umstand trug zum gesteigerten Selbstwertgefühl der Patientin bei und ihre nunmehr langsam eintretende seelische Balance wirke wiederum heilsam auf die Haut. Es war eine Aufwärtsspirale entstanden.
Allergie
Stellen Sie sich vor es ist Frühling, die Sonne scheint, die Vögel zwitschern, die Blüten duften herrlich und es riecht nach frischer Erde. Einige Menschen können allerdings diese Pracht der Natur nur eingeschränkt genießen, denn sie werden von heftigen Niesattacken geplagt, die Nase läuft, die Augen tränen, der Lidschluß fühlt sich an wie Schmirgelpapier und Sie fühlen sich allgemein abgeschlagen und schlecht.
Solche und ähnliche Symptome treten immer häufiger auf und werden von Wissenschaftlern mit den weltweit zunehmenden chemischen Schadstoffen und der „Unterbeschäftigung“ des Immunsystemes in Zusammenhang gebracht.

Bei der Allergie ist das Immunsystem fehlgeleitet und reagiert überschießend und krankhaft auf natürliche Umweltfaktoren. Eigentlich ist es eine Erkrankung, die den ganzen Organismus betrifft. Die sogenannten Mastzellen schütten bei Kontakt mit Allergenen Reizsubstanzen, wie Histamin aus. Diese allergieauslösenden Substanzen können Birkenpollen sein, Gräsersamen, der Kot der Hausstaubmilbe und unwahrscheinlich viele Dinge des täglichen Lebens sein, wie Lebensmittel, Farbstoffe in der Kleidung und Arzneimittel. Je nach dem Ort, wo die allergische Reaktion abläuft, finden sich unterschiedliche Krankheitszeichen. Eine Allergie auf ein Nahrungsmittel, sagen wir einmal auf Nüsse kann sich in großen roten erhabenen Flecken manifestieren, aber durchaus auch den Verdauungstrakt mit betreffen. Meist verliert sich eine im Kindesalter entstandene Allergie in der Pubertät von selbst, sie kann aber auch lebenslang bestehen bleiben und immer mehr auslösende Substanzen erfassen. Auch ein Übergang in Asthma bronchiale ist möglich.

Was kann man nun dagegen tun? Zunächst sollte im symptomenfreien Intervall eine Blutuntersuchung und Austestung von Substanzen am Oberarm oder Rücken die Auslöser feststellen. Es gibt eine Fülle von Lebensstilmaßnahmen, die wichtig, ja unverzichtbar sind und maßgeblich das Fortschreiten der Erkrankung beeinflussen können. Grundsätzlich müssen Allergieauslöser gemieden werden. Auch wenn man die Hauskatze noch so sehr liebt, oder das Meerschweinchen – es muß ein anderes Herrl oder Frauerl gesucht werden, wenn man dagegen allergisch ist. Jeder Kontakt mit dem Auslöser kann die Allergie verstärken und diese Abläufe können durchaus unbemerkt vor sich gehen. Bei Pollenallergikern empfiehlt sich die tägliche Haarwäsche und das Schlafen mit geschlossenem Fenster. Wenn Sie verreisen wäre es von Vorteil, wenn das Automobil über Pollenfilter verfügt.

Bei leichteren Symptomen können Antihistaminika als Augentropfen und Nasentropfen angewandt werden. Bei heftigen Symptomen ist die orale systemische Therapie mit diesen Antihistaminika hilfreich. Aerius, Zyzall, Zyrtec u.a.) Viele Patienten können mit diese Medikation endlich wieder die Natur genießen ohne zu leiden. Scheuen Sie sich bitte nicht vor Kortisonsprays, sollte es einmal ganz besonders heftig kommen, denn Kortison ist eine natürliche Substanz, die auch in Ihrer Nebennierenrinde in ganz erhebliche Menge entsteht. Übrigens hängen die tageszeitlichen Schwankungen auch mit dem an- und abschwellenden Verlauf der natürlichen Kortisonproduktion zusammen. Überraschenderweise glauben viele Menschen eher Zeitungsjournalisten, die nach wenigen Tagen Recherche für einen Artikel das ach so böse Kortison in Grund und Boden verdammen, als dem studierten medizinischen Akademikern. Im Intervall kann mit einer Hyposensibilisierungsspritzenkur versucht werden, das Immunsystem vom eigentlichen Problem abzulenken. Eine wirklich bahnbrechende Entwicklung ist dem Molekularbiologen Prof. Valenta in Wien gelungen, denn er fand eine gemeinsame Oberflächenstruktur von verschiedenen Pollen und testet gerade einen Allergie-Impfstoff.

Was können nun die komplementärmedizinischen Methoden bei der Allergie erreichen? Grundsätzlich sollte die Therapie zumindest einen Monat vor Einsetzten der Symptome beginnen. Akupunktur, Aurikulotherapie, Laserpunktur, Homöopathie, antihomotoxische Mittel, Eigenbluttherapie sind gängige Verfahren, die auf alle Fälle einen Therapieversuch wert sind. Auch die Magnetfeldtherapie kann dazu beitragen, das Immunsystem wieder zu harmonisieren und es ist in Kombination mit anderen genannten Methoden empfehlenswert.

Fallbeobachtung: Sabine.S. 12 Jahre

In den letzten Jahren nahm die kleine Patientin regelmäßig Antihistaminika, um die heftigen allergischen Reaktionen auf Spätblüher zu mildern. Weil die kleine Patientin nach einem Versuch die zarten Ohrakupunkturnadeln nicht akzeptierte, einigten wir uns auf Laserpunktur. Irritierte Punkte wurden mit einem Helium-Neon Laser punktförmig über Lichtwellenleiter bestrahlt, das Naseninnere zusätzlich mit einer zugeschaltenen Infrarotlaserdiode. Weiters wurde auch Laserpunktur eingesetzt und ein homöopatisches Kompositpräparat verabreicht. Während dieser Behandlung lag das Kind auf der Magnetfeldmatte und wurde mit niederfrequenten Sinusschwingungen behandelt. Wir warteten immer wieder auf Anzeichen einer allergischen Reaktion, die aber letztendlich für diese Saison ausblieb. Damit konnten Medikamente eingespart werden, denn auch sehr gut verträgliche Medikamente werden über die Leber verstoffwechselt und belasten den Organismus. Die eigenen Regulationsmechanismen wurden aktiviert und das kleine Mädchen blieb für diese Saison beschwerdefrei. Ob das Ausbleiben allergischer Symptome von Dauer sein wird steht noch in den Sternen, jedenfalls hatten wir für das nächste Jahr einen weiteren Therapiezyklus rechtzeitig vor der Blüte von Wiesengräßern vereinbart.

Felix, 5 Jahre

Wie im obigen Fall, so versuchte ich auch bei Felix eine ähnliche, aber auf sein Problem abgestimmte Therapie. Aber lassen Sie mich von einer Besonderheit berichten, die mich verblüfft hat.

Anfangs versuchte ich zuerst die Laserbehandlung und danach die Therapie mit pulsierenden Magnetfeldern. Das Kind war hyperaktiv und derart unruhig, dass trotz des guten Zuredens der Mutter und einer Engelsgeduld, nicht an einen geordneten Ablauf der Behandlung zu denken war. Also begann ich ein wenig zu experimentieren und fand sehr langsame Magnetfeldschwingungen, die Felix innerhalb von 15 Minuten tief einschlafen ließen. Die Mutter des Buben war im selben Raum zur Magnetfeldtherapie und konnte das Verhalten ihres Kindes kaum fassen.

Mittlerweile benütze ich für diesen speziellen Fall die Magnetfeldtherapie als “Einschlafhilfe” während der ich die Laserpunktur durchführe. Anschließend ändere ich die Frequenzen und führe die Behandlung mit einem Frequenzband durch. Nach dem Ändern der Frequenz erwacht das Kind allmählich, belasse ich die tiefen Schwingungen schläft der Bub ruhig weiter.

Das Kind scheint ein Beispiel für jene 15% der Bevölkerung zu sein, deren Hirnfrequenzen direkt an die eingestrahlten Felder koppeln.

Ekzem

Das Ekzem ist eine chronisch entzündliche Hauterkrankung, die zunächst juckende Einrisse verursacht, später aber eine Vergröberung des Hautreliefs.

Phlebothrombose-Venenentzündung

Fallbeobachtung: Ing. T.K. Tiefbauingenieur

In den Frühsommertagen war es extrem heiß, Ing. K. wanderte als Wallfahrer nach Maria Zell, hatte eher enge neue Wanderschuhe an, transpirierte reichlich und trank offensichtlich zu wenig Flüssigkeit - alles Bedingungen, die die Entstehung einer Thrombose fördern.

Als der Patient zu mir kam war der rechte Unterschenkel war dick angeschwollen, in der Kniekehle fand sich ein harter roter Knoten. Hier hatte sich ein Blutpfropf auf Grund von Strömungsverlangsamung und Eindickung des Blutes festgesetzt und entzündet.

Da der Patient keine die Blutgerinnung hemmenden Spritzen akzeptierte bestand die Therapie in kühlenden Alkoholumschlägen, einer den Thrombus auflösenden Creme, Tabletten eines Pflanzenwirkstoffes, der Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe beschleunigt abbaut und Magnetfeldtherapie in einer Ringspule.

Das Bein sollte nach der Arbeit hochbelagert werden und die Anwendung von kühlenden Umschlägen und das Tragen von Thrombosestrüpfen wurde empfohlen.

Magnetfeldtherapie födert die Abstoßung der Blutkörperchen und Blutplättchen von den Gefäßen, hemmt die Blutgerinnung und kann Ödeme schneller resorbieren.

Nach kurzer Zeit ließ das Spannungsgefühl nach, das Blutkoagel löste sich auf und 4 Tage später war der rechte Unterschenkel komplett abgeschwollen.

Ulcus cruris – Unterschenkelgeschwür

Viele ältere Menschen leiden an Geschwüren am Unterschenkel, das sind besonders unangenehme Wunden, die noch dazu schlechte Heilungstendenz aufweisen. Man kann erahnen, wie stark die Betroffenen in ihrer Lebensqualität und in ihrem Bewegungsraum eingeschränkt sind.

Auf Grund der unterschiedlichen Entstehung kennen wir mehrere Arten von Geschwüren: So gibt es das venöse Ulcus, daß durch erhöhten Druck in den Venen zustande kommt, das arterielle Geschwür, bei dem es durch Mangeldurchblutung zu einer Unterversorgung des Gewebes kommt, das diabetische Unterschenkelgeschwür, hervorgerufen durch eine Minderversorgung auf Grund von in Basalmembranen eingelagerten Zuckermolekülen und gemischte Ulcera, bei denen die genannten Entstehungsursachen kombiniert vorliegen.

Die klare Unterscheidung der Entstehungsmechanismen ist von großer Bedeutung, denn es ist klar, daß das diabetische Geschwür zur Abheilung eine gute Einstellung des Blutzuckers benötigt und das venöse Ulcus die konsequente Kompressionstherapie durch Gummistrüpfe und das arterielle Geschwür gefäßerweiternde Substanzen, oder eine chirurgische Therapie.

Sind damit die grundlegenden Weichen für eine optimale Therapie gestellt, können biophysikalische Verfahren, wie Laser und die Magnetfeldtherapie den Körper unterstützen, damit sich die Wunde rascher und mit guter Narbenqualität schließt. Für beide Therapieverfahren gibt es inzwischen wirklich überzeugende Daten und die Kombination dieser Methoden scheint besonders erfolgversprechend zu sein.



Psoriasis – Schuppenflechte


Diese Erkrankung ist gekennzeichnet durch mehr oder weniger schuppenden Bezirke an bestimmten Körperregionen. Sie ist nicht ansteckend und es für daran leidende immer wieder eine Überwindung im Sommer ein Bad aufzusuchen, oder ein kurzärmliges Hemd zu tragen. Darum ist es wichtig, den Vorurteilen mit Wissen zu begegnen.

Die Ursache der Psoriasis ist bis heute nicht klar entdeckt. Wahrscheinlich ist ein Gendefekt dafür verantwortlich, dass an manchen Stellen Haut in viel zu dicken Hornschichten entsteht. Dementsprechend schwierig gestaltet sich auch die Behandlung. Im Akutstadium empfehlen Dermatologen kortisonhaltige und abschuppende Salben, die fürs erste hilfreich sind. Die Behandlung im Intervall kann in Solebädern bestehen, mit anschließender Lichtbestrahlung.

Biophysikalische Methoden sind in der Intervallbehandlung zwischen den Schüben auf alle Fälle empfehlenswert. Eine Zufallsbeobachtung hat unlängst einer besonderen Stromtherapie neuen Stellenwert verschafft, denn diese führte zur Abheilung von mit Schuppenflechte befallenen Stellen. Lasertherapie kann hier ebenso sinnvoll sein, wie Magnetfeldtherapie und Elektrotherapie.




Neurodermitis –





Orthopädie – Gelenkerkrankungen

Arthrose


Wird ein Gelenk auf lange Dauer unphysiologisch und daher einseitig belastet, wird es überlastet, oder aber als Teil eines Alterungsprozesses, spricht man von Gelenksabnützung, Arthrose. In den betroffenen Gelenken entsteht eine Verschiebung des Gleichgewichts von auf- und abbauenden Enzymen, letzendlich beginnt sich der Knorpel aufzulösen.

Die Arthrose ist eine der häufigsten Leiden überhaupt und kann letztendlich zur Versteifung des Gelenkes führen. Knie, Hüfte, Schultergelenk und viele andere, wie die Wirbelgelenke können betroffen sein. Die wirksamste Therapie besteht zunächst einmal darin, die fehlerhafte Belastung zu vermeiden.

Fehlstellungen können heute operiert werden, Übergewicht sollte durch richtig durchgeführte Fastenkur und Bewegung ausgeglichen werden, berufliche und sportliche Überlastung sollte durch richtiges Verhalten gemieden werden. Richtige Bewegungsabläufe im beruflichen Alltag, wie das Bücken und Heben von schweren Lasten mit möglichst aufrechtem Oberkörper und Gymnastik kann hier entscheidend das Fortschreiten der Arthrose beeinflussen.

Biophysikalische Methoden wie Magnetfeldtherapie, Laser, Elektrotherapie und Ultraschall sind bei dieser Erkrankung besonders hilfreich, einerseits um Medikamente zu sparen und andererseits, um an der Ursache der Erkrankung, die fortschreitende Zerstörung des betroffenen Gelenkes einzubremsen und die aufbauenden Kräfte positiv zu beeinflussen.

Viele Studien belegen eindrucksvoll die positive Wirkung von pulsierenden elektromagnetischen Feldern. Hier finden Sie eine Auswahl:

Bischoff: Die physikalische Therapie der Arthrose, Orthopädie 15 (5), 388-93, 1986
Kennedy, Roberts, Zuege, Dicus: Use of pulsed electromagnetic fields in treatment of loosened cemented hip prothesis, a double-blind trial, Clin-Orthop-Relat-Res. 286, 198-205, 1993
Trock, Bollet, Marcol: Die Wirkung gepulster elektromagnetischer Felder bei der Behandlung des Knies und der Halswirbelsäule, Journal of Rheumatologie, 21, 1903-11, 1994
Muff, Kissling: Magnetfeldtherapie bei unklaren Schmerzen nach Hüfttotalendoprothesen, Biologische Medizin, 5, 728, 1991
Silin, Brovkin, Gorfinkel: Alternating low-frequency magnetic field in the treatment of arthrosis deformans of the knee joins, Vopr-Kurort-Fiz,2,41-43, 1979


Artrithis
Lumbago
Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorwölbung


Epicondylitis lateralis – Tennisarm


Spielen Sie leidenschaftlich gerne und häufig Tennis? Wenn das zutrifft, dann dürfte Ihnen der stechende Schmerz an der Außenseite des Ellbogengelenks gut bekannt sein. Aber durchaus nicht nur Tennisspieler sind von den typischen Schmerzen geplagt, es trifft auch beispielsweise Maurer, die mit ebenso gekonntem Schwung mit der Kelle Mörtel anwerfen und viele andere. Immer wiederkehrende unphysiologische starke Belastungen führen zu kleinen Fasereinrissen an Sehnenansätzen und damit zu heftigen Schmerzen.

Was kann man dagegen tun? Zunächst müssen Sie für Ruhe und Abheilung sorgen und in weiterer Folge die fehlerhafte Überlastung meiden. Empfehlenswert sind schmerzlindernde Salbe und Gel, die mehrmals täglich massierend aufgetragen werden und bei heftigen Beschwerden durchaus auch mit einem Verband versorgt werden. Ebenso ist Kältetherapie anzuraten: 4-5 mal täglich tragen Sie dünn eine Creme wie z.B. Dolgit dünn auf, legen darauf als Kälteschutz ein Tüchlein und darüber einen Eisbeutel, oder ein Kältegel. Vorsichtige Quermassagen der am Ellbogengelenk ansetzenden Unterschenkelmuskulatur sind anzuraten.

Sollten diese Maßnahmen nicht greifen, kann der Arzt ein Lokalanästhetikum injizieren, einen dauerhaften Verband anlegen und adäquates systemisches Schmerzmittel verordnen. Die Akupunktur ist auf alle Fälle empfehlenswert. Therapieresistente Fälle sind meist auf mangelnde Schonung und immer wiederkehrende unphysiologischen Bewegungsmuster zurückzuführen.

Besonders empfehlenswert sind die biophysikalischen Methoden: Magnetfeldtherapie, Lasertherapie, Stromtherapie und Ultraschall, denn sie wirken an der Ursache der Schmerzentstehung und setzen dort Heilprozesse in Gang.

Iakovlev, Solovev, Chuzhov, Smetankin: Use of electromagnetic feedback in the rehabilitation of children with injuries of the elbow joint, Ortop. Travmatol. Protez, 1990






Morbus Sudeck
Lockerung von Gelenksendoprothesen


Chirurgie

Wundheilung

Fallbeobachtung: S.W., 56 Jahre, Flugkapitän

Mein hochgeschätzter Patient S.W. hatte sich beim Betonieren tiefe ringförmige Excoriationen (Abschürfungen) und Ulcerationen (tiefreichende Wunden) an beiden Unterschenkeln zugezogen. Kleine Steinchen im Beton schürften durch den Druck zwischen Stiefel und Hose die Haut auf. Zudem kam noch die alkalische Wirkung des Betons, die die entstanden Wunden vertiefte. Die Wunden wurden gesäubert, mit Infrarotlaser und Helium-Neon Laser bestrahlt, mit einer jodhaltigen Creme und Salbengaze verbunden, anschließend hochgelagert und in der Ringspulen mit pulsierenden Magnetfeldern behandelt. Nach einem Monat war die Haut vollständig regeneriert, aber noch weich und fragil und deshalb verwendet der Patient weiter Wundcreme. Wegen der Gefahr einer bleibenden Pigmentierung wurde Sonnenschutz vereinbart. Die Pigmentierung nahm zusehens ab und ist an den meisten Stellen nicht mehr zu sehen. Lediglich die tiefste Wunde blieb über ein Jahr stärker als die umgebende Haut pigmentiert. Insgesamt wurde der Heilprozess isgesamt deutlich beschleunigt und betrug etwa 6 Wochen.

Nach vorsichtigen Schätzungen hätte die Wunde ohne biophysikalische Therapie bis zum Schluß des Hautdefektes 2-3 Monate gebraucht. Sehr wahrscheinlich wäre an zumindest einer Stelle auch eine Transplantation von Haut, ein “mesh graft” notwendig geworden. Osteoporose


Der Fachbegriff bedeutet „Knochenerweichung“ und charakterisiert eine immer häufiger auftretende Erkrankung des Bewegungsapparates, bei der die Knochen zunehmend entkalken und damit an Tragfähigkeit verlieren.

Früher dachte man, Osteoporose sei eine Alterserscheinung.






Knochenbruch

Augenheilkunde

Opticusatrophie
Glaukom


Psychiatrie

Depressive Verstimmung
Depressio

Schlafstörung




Zahnheilkunde

Neurologie

Nervenläsion
Apoplexie - Schlaganfall

Innere Medizin

Colon irritabile – Reizdarm
Obstipation – Verstopfung
Lupus erythemathodes – Autoimmunerkrankung


Hyperuricämie - Gicht


Essen Sie gerne recht deftige Hausmannskost? Schweinsbraten oder Rindschnitzl vielleicht, oder auch Innereien wie Leber? Dazwischen zum Entschlacken sozusagen Fisch und weil man ja auch Gemüse braucht, Bohnen und Linsen. Zum Essen lieben Sie ein großes Helles und wenn´s besonders gesellig ist durchaus auch größere Mengen des köstlichen Hopfen und Malzgetränkes? Zum Frühstück und zwischendurch nehmen sie für Ihr Leben gerne Kaffee, wieviel Tassen waren´s doch heute? Verzeihen Sie bitte die etwas sarkastische Formulierung, aber diese Stoffwechselerkrankung ist meist selbstverschuldet.

Bei der oben beschriebenen Nahrung ist es nur eine Frage der Zeit und der Ausscheidungsfähigkeit des Organismus, wann sich der erste Gichtanfall ereignet. Meist sind das stechende Schmerzen am Großzehengelenk und wenn Sie sich dieses Gelenk genauer ansehen werden Sie feststellen, daß es geschwollen, gerötet und druckschmerzhaft ist. Ein klassischer Gichtanfall also, obwohl natürlich auch andere Gelenke betroffen sein können.

Die Diagnose wird durch eine Blutuntersuchung bestätigt, das ist auch einer der Gründe, warum ich mir in meiner Praxis den Luxus eines Labors leiste. Damit wird es möglich, innerhalb von Minuten die Diagnose zu stellen und nach Absprache und Beratung des Patienten unverzüglich mit der Therapie zu beginnen.

Wie entsteht eigentlich Gicht? In allen Zellkernen befinden sich im großen spiralig gewundenen Riesenmolekül DNS, Desoxyribonukleinsäure. Die Sprossen dieser gewundenen Miniaturleiter bestehen aus Basen, darunter auch aus Purinbasen und beim Abbau der Purinbasen entsteht Harnsäure. Führen wir nun durch die Nahrung überreichlich Purine zu, dann wird irgenwann die Löslichkeitsgrenze erreicht sein und kleine Harnsäurekristalle fallen aus. Sie können sich das Prinzip vorstellen wie ein Wasserglas, in das Sie immer weiter Salz zufügen, bis die Lösung gesättigt ist und Salz am Boden des Glases liegenbleibt und sich nicht mehr löst. Der gesamte Organismus ist davon betroffen, vor allem aber Gelenke, Haut, Niere. Aber auch die Erbanlagen, die in unseren Genen verankert sind, haben bei dieser Stoffwechselerkrankung ein gewichtiges Wörtchen mitzureden. Sind die Eltern oder Großeltern an Gicht erkrankt? Wenn ja, dann müssen Sie noch intensiver auf purinarme Ernährung achten und unbedingt regelmäßige Kontrollen der Harnsäure durchführen lassen. Auch wenn Ihre Krankenkasse die oftmalige Bestimmung vielleicht nicht bezahlt, kann es sehr interessant sein, wie sich der Harnsäurespiegel unter einer Fastenkur und reichlich Wassertrinken verändert.

Das Hauptproblem ist, daß die Abwehr- und Fresszellen des Immunsystemes die kleinen Harnsäurekristalle zwar fressen, aber an den messerscharfen Oberflächen buchstäblich zerreißen. Dadurch wird eine Entzündungskaskade ausgelöst und der Ort des Ausfallens nach und nach zerstört. Das ist im Fall des Großzehengrundgelenkes vielleicht noch verkraftbar, nicht allerdings, wenn es sich um ein lebenswichtiges Organ, wie die Niere handelt. Wie auch immer es gibt keine Alternative, die Harnsäure muß auf ein vertretbares Niveau gesenkt werden.

Im Gichtanfall sind entzündungshemmende und schmerzlösende Medikamente empfehlenswert, sowie der Wirkstoff einerPflanze, der Herbstzeitlosen. Ist die schmerzhafte Episode einmal vorüber, sollten Medikamente, die den erhöhten den Blutspiegel an Purinen senken. Dennoch führt kein Weg an der nachhaltigen Umstellung der Ernährung vorbei.

Vielleicht haben Sie schon einmal auf physikalischer Weise funktionierende Wasserentkalker gesehen. Dabei wird ein sehr kräftiges Magnetfeld an die Hauptwasserleitung angelegt. Der Effekt solcher Anlagen ist eine Verringerung der Verkalkung von Leitungen und Geräten wie Boiler und Waschmaschine. Ganz ähnlich kann man sich nun die Wirkungsweise der Magnetfeldtherapie vorstellen.

Schon im Jahre 1918 publizierte der Wissenschaftler Dr. Kahane in der angesehenen Wiener Medizinischen Wochenschrift, über günstige Wirkungen der Magnetfeldtherapie bei rheumatischen Erkrankungen und fand, daß Harnsäureablagerungen in den Gelenken in Lösung gebracht werden konnten. Die Magnetfeldtherapie bewirkt die schonende Anhebung des Löslichkeitsproduktes der Harnsäure und kann damit zur Senkung des Harnsäurespiegels im Blut beitragen. Darüber hinaus werden Entzündungsmediatoren gehemmt und Schmerzen gelindert.

Fallbeobachtung: Mag.Ing. H.E., ein lieber Freund, hatte in den letzten Jahren kontinuierlich erhöhte Harnsäurewerte, die auch unter der Therapie mit Allopurinol 300 mg 1x1 nicht unter den Normwert von 7 mg/dl absanken. Er ist ein lebenfroher Mensch, den leiblichen Genüssen besonders zugetan und nimmt Medikamente nur wenn es unbedingt nötig ist. Beim Abladen von Ziegelsteinen entstand auf Grund der starken unphysiologischen Belastung eine Epikondylitis lateralis beidseits, die er in meiner Ordination mit Magnetfeldtherapie und Laser zu kurieren hoffte.

Nach der Behandlung der Problemregion bot ich ihm die Ganzkörpertherapie mit der Magnetfeldmatte an, um die Auswirkung der pulsierenden Felder auf den Harnsäurespiegel zu studieren. Selbstverständlich beriet ich meinen Freund über die unbedingt notwendige Diät. Bei der Laborkontrolle wurde ein erhöhter Hämatokrit (prozentueller Anteil der roten Blutkörperchen am Gesamtblut) festgestellt und deshalb, nahm ich zusätzlich einen Aderlass von 300 ml vor. Ausgangswert der Harnsäure: 8,6 mg/dl – Kontrolle nach 1 Monat 5,22 mg/dl! Dieses Ergebnis verblüffte mich so sehr, dass ich den aktuellen Wert mehrmals und an verschiedenen Tagen analysierte. Während dieser kurzen Zeit gab es keinerlei diätetische Einschränkung, im Gegenteil, ich war zum Dank für die abklingenden Beschwerden an den Ellenbogen zu einem deftigen Schweinsbraten eingeladen. Natürlich kann man diese Einzelbeobachtung nicht auf andere Patienten übertragen, aber das Ergebnis ist schon verblüffend!

Leider hatte die Geschichte ein Nachspiel, denn bei einer Nachkontrolle etwa eineinhalb Monate später waren die Harnsäurewerte wieder erhöht. und ich empfahl eine konsequente Therapie von längerer Dauer.



Osteoporose


Es ist noch nicht allzulange her, da man glaubte, die mit den Jahren zunehmende Erweichung der Knochen sei lediglich ein Alterungsprozeß, welcher vornähmlich ältere Damen betrifft.

Heute weiß man, dass Erbfaktoren eine bedeutende Rolle in der Entstehung der Osteoporose spielen und erkennt diese als eigenständiges Krankheitsbild. Auf der einen Seite ist die Knochenmasse reduziert und andererseits kommt zu einem Umbau des Knochengefüges im Inneren der Knochen. Daraus resultiert eine erhöhte Anfälligkeit für Knochenbrüche.

Wie entsteht die Osteoporose? Zunächst ist festzuhalten, dass auf Grund einer erblichen Komponente oftmals Familienmitglieder daran erkrankt sind. Es ist eine Erkrankung, die vor allem Damen nach dem Wechsel betrifft. So entwickelt sich bei etwa 30% der Frauen nach der hormonellen Umstellung die Osteoporose. Herren sind meist erst im höheren Alter damit konfrontiert. Sehr selten tritt die Erkrankung bei jungen Menschen auf, gelegentlich aber doch bei hormonellen Störungen (Nebennieren- und Schild- drüsenüberfunktion), unter Kortisontherapie und als Nebenerkrankung bei Rheuma. Wesentlich scheinen Ernährung und Bewegung zu sein, denn Mangel an Kalzium und Vitamin D, Rauchen und Inaktivität tragen zum frühen Ausbruch der Erkrankung bei.

Welche klinischen Symptome sind Kennzeichen der Osteoporose? Knochenschmerzen, Rundrücken und abnehmende Körpergröße sind Indizien für diese Erkrankung, Oberschenkelhalsbrüche, Unterarmbrüche und Einbrüche der Wirbelkörper die Spätfolgen.

Die Diagnose “Osteoporose” wird durch die klinische Untersuchung, Knochendichtemessung und Laboranalysen gestellt.

Ist nun einmal die Diagnose klar, dann werden als Basismedikamente Kalzium und Vitamin D, sowie Bisphosphonate verordnet. Vorbeugend werden Östrogene eingesetzt, die allerdings Gebärmutter- und Brustkrebs begünstigen können. Daher ist die regelmäßige fachärztliche Untersuchung unbedingt notwendig. Sogenannte SERMs (Selektive Östrogenrezeptormodulatoren) werden vor allem bei jüngeren Frauen eingesetzt und sollen neben der Wirkung auf den Knochenstoffwechsel das Risiko von Bruskrebs verringern, haben allerdings als mögliche Nebenwirkung die Bildung von Thrombosen.

Aus meiner Sicht ist neben der Gabe beschriebenen Medikamente auch eine Änderung des Lebensstiles und der Ernährung unabdingbar.

Fallbeobachtung: G.S. Pensionistin, .. Jahre

Frau S. war zweimal zur Knochendichtemessung bei einem darauf spezialisierten Institut, dass die Diagnose “Osteoporose” bekräftigte. Im Vergleich zur ersten Messung hatten sich ihre Werte verschlechtert. Sie nahm ein Medikament aus der Gruppe der Bisphosphonate und ein Kombinationspräparat aus Kalzium und Vitamin D 3 ein.

Die Dame suchte meine Ordination auf, als die Wunde eines operierten Oberschenkelhalsbruches noch nicht abgeheilt war und klagte über heftige Nebenwirkungen bezüglich des Bisphosphonates. Gegen meinen Rat setzte sie dieses Medikament ab und wollte über ein Jahr verteilt 3 Therapieserien Magnetfeldtherapie zu je 12 Einheiten versuchen.

Zusammen entwickelte ich mit meiner Patientin ein Therapiekonzept, dass auf ihre zeitliche und finanzielle Situation abgestimmt war und verschiedenartige Behandlungen enthielt.

Pulsierende Magnetfeldtherapie wurde um ein besonders homogenes Feld zu erzeugen mit großen Ringspulen, sogenannten Solenoiden als wichtigstes Therapieprinzip verwendent. Darüber hinaus wurde Ultraschall, Elektrotherapie, gelegentlich Akupunktur, Massage und in letzter Zeit regelmäßig Sauerstofftherapie angewandt.

Die Patientin war innerhalb von 2 Monaten beinahe schmerzfrei und wollte nach einem Jahr Therapie schließlich schwarz auf weiß wissen, was ihr die Behandlung gebracht hat. Beim gleichen Osteoporoseinstitut wurde zum 3. Mal eine Knochendichtemessung durchgeführt. Trotz Absetzten des Bisphosphonates war die Knochendichte am Oberschenkelhalsknochen von 64% auf 100% angestiegen. Dieses schöne Ergebnis führe ich in erster Linie auf die Pulsierende Magnetfeldtherapie zurück.

Natürlich hätte man für exakte Aussagen ein großes Patientenkollektiv heranziehen müssen, eine Testung gegen Plazebo einführen, eine Patientengruppe nicht behandeln, ausschließlich Magnetfeldtherapie verwenden etc..... Alles eigentlich nur für Krankenhäuser relevant, nicht aber für Patienten, die für eine Therapie privat bezahlen und denen es letzlich egal ist, welche Methode ihnen nun ganz exakt wieviel geholfen hat.


Grippaler Infekt - Erkältung
Asthma bronchiale
Hypertonie - Bluthochdruck
Angina pectoris - Herzkranzgefäßverkalkung



Gynäkologie

Chronisch rezidivierende Unterbauchschmerzen
Dysmenorrhoe


Hals – Nasen – Ohren

Otitis externa – Entzündung des äußeren Gehörganges
Tonsillitis – Mandelentzündung



Sinusitis-Nasennebenhöhlenentzündung


Fallbeobachtung: T.S., 22 Jahre, Hochbauingenieur

Herr S. kam im Herbst in meine Praxis. Er ist ein großer starker junger Mann mit chronischen Befindlichkeitsstörungen. Seit Jahren hatte er immer wieder Ohrenschmerzen, bekam vom Hausarzt regelmäßig Antibiotika, die aber in keiner Weise halfen. Die Nase war ständig verlegt.

Nach einer gründliche Untersuchung und Beratung versuchten wir eine Kombinationstherapie. Akupunktur sollte die energetische Situation verbessern, Inhalation mit fein vernebeltem warmem Dampf aus Salzlösungen die Schleimhäute reinigen und Borken ablösen. Die Laserbestrahlung des lymphatischen Rachenringes die lokale Immunlage verbessern, Magnetfeldtherapie die allgemeine Immunität. Infusionen mit hochdosierten Vitamin C.

Der Erfolg ließ leider auf sich warten. Die Befindlichkeit des Patienten hatte sich auch nach einigen Behandlungen nicht in gewünschter Weise gebessert. Lediglich beruhigende und entspannende Effekte und eine geringgradige Besserung wurde bemerkt.

Da immer noch eindeutige Entzündungszeichen nachweisbar waren, überwies ich Herrn S. an eine Fachärztin für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde. Die Kollegin stellte eine Schimmelpilzbesiedelung fest, deren Quelle wahrscheinlich in der Tätigkeit des Patienten lag, denn Herr Ing. S. Arbeitet vor allem in der Altbausanierung.

Gegen Pilze als Infektionsquelle wirkt die Magnetfeldtherapie leider nur sehr eingeschränkt. Außerdem wurde eine Allergie auf diese Pilze festgestellt. Da die einfachste Maßnahme, nämlich das strikte Meiden des allergenen Auslösers, für Ing. S. unmöglich war, blieben die Symptome, wenn auch in abgeschwächter Form, weiter bestehen.

Die einzige Problemlösung wäre aus meiner Sicht ein Berufswechsel, jedenfalls ein unbedingtes Meiden des Allergenes und gleichzeitig die Einleitung einer langdauernden regulativen Therapie wie Akupunktur, Honöopathie und Magnetfeldtherapie. Wie auch immer: rasche Resultate sind in diesem Fall leider nicht zu erwarten.











Erstreaktionen

Die meisten Empfindungen während der Magnetfeldtherapie ergeben sich für sensible Menschen schon in den ersten Minuten der Behandlung. Besonders sensitive Menschen verspüren leichten Schwankschwindel und ein Gefühl, als ob sie schwebten. Bei lokaler Behandlung mit dem Kissen wird über ein Kribbeln und Wärmegefühl berichtet. Viele Menschen empfinden angenehm wohltuende Entspannung und ein Gefühl des Ausgeruhtseins, wie nach einem erquickenden Schlaf.

Mit zunehmender Therapiedauer wird die Einflussnahme geringer, es stellt sich ein gewisser Gewöhnungseffekt ein. Deshalb sollten Behandlungen eher kürzer, aber dafür häufiger und vor allem regelmäßig erfolgen.

Etwa 15 % vor allem chronischer Schmerzpatienten verspüren eine Verstärkung ihrer Beschwerden durch Magnetfeldtherapie. Diese Erfahrung machen Ärzte nicht nur mit der Magnetfeldtherapie, sondern auch bei anderen regulativen Behandlungsverfahren. In der Homöopathie, Akupunktur, Stromtherapie, Ultraschall- und Lasertherapie ist der Begriff "Erstverschlechterung" geläufig. Häufig ist die gewählte Dosis zu hoch und eine individuelle Anpassung bringt bald deutliche Linderung.
Die "Erstverschlechterung" ist ein prognostisch günstiges, wenn auch unangenehmes Zeichen. Sie zeigt nämlich die eindeutige Reaktion auf das gewählte Therapieverfahren klar an. Es muß eben nur noch die individuell passende Dosis gefunden werden.

Nebenwirkungen

An dieser Stelle muß klar gesagt werden, dass die meisten Menschen überhaupt keine Nebenwirkungen verspüren und die Magnetfeldtherapie als wohltuend und entspannend empfinden.

Relativ selten können Nebenwirkungen auftreten, die sich aus der Wirkungsweise der Therapie ableiten lassen. Müdigkeit, Schläfrigkeit und Schwindelgefühl werden gelegentlich beobachtet, vor allem auch bei niedrigem Blutdruck. Am Abend ist die allgemein beruhigende Wirkung der Behandlung sogar wünschenswert. Sollte tagsüber Schwindelgefühl auftreten, ist dieser Effekt auf die Erweiterung von Blutgefäßen zurückzuführen. Dadurch sinkt der Blutdruck vorübergehend ab. In diesem Fall ist es empfehlenswert, tagsüber mehr Wasser zu trinken und die Beine während der Therapie auf einem Polster hochzulagern.

Die normale Trinkmenge sollte für einen Erwachsenen 2,5 - 3 l Wasser betragen. Bei Herzproblemen mit Einlagerung von Flüssigkeit in die Lunge und Bluthochdruck, sowie bei Nierenerkrankungen wird der Hausarzt eine bestimmte, etwas verringerte Trinkmenge festsetzen.

Herzklopfen und Nervosität sind meist auf eine angespannte und ängstliche Einstellung gegenüber der neuen Therapie zurückzuführen. Bei Fortbestehen dieser Symptome wird der Hausarzt eine gezielte Abklärung vornehmen und dabei vor allem auch die Schilddrüsenhormone bestimmen, denn gelegentlich kann durch die Magnetfeldtherapie eine grenzwertige Schilddrüsenüberfunktion aktiv werden.

Es gibt jedoch auch Menschen, die besonders empfindlich auf elektromagnetische Wellen reagieren. Elektrosmog aus vielen Quellen, wie z.B. vom Haushaltsgerät, Computer, Fernsehgerät, Handy und elektrischen Leitungen kann Schlaflosigkeit, Unbehagen, Nervosität und Kopfschmerz verursachen. Auch die "Wetterfühligkeit" erklärt sich durch Empfindlichkeit auf atmosphärische Wechselfelder. Werden sensible Menschen mit Magnetfeldtherapie behandelt, so ist eine langsame Dosissteigerung empfehlenswert.

Kontraindikationen - Gegenanzeigen

Kontraindiziert ist die Magnetfeldtherapie nach derzeitigem Wissensstand:


wenn Sie ein elektronisches Implantat tragen, wie z.B. einen Herzschrittmacher, oder eine Insulinpumpe
in der Schwangerschaft
bei starken Blutungen und Blutverdünnungstherapie
bei Epilepsie (Anfallsleiden)
bei akuten Infektionserkrankungen
bei offener Tuberkulose
nach Organtransplantationen
bei Metallsplittern im Gewebe (z.B. Kriegsverletzung)
bei aktiven Tumorerkrankungen
Schilddrüsenüberfunktion ohne Therapie
bei akuten Autoimmunerkrankungen
bei schweren Herzrhythmusstörungen
bei schwerer Herzinsuffizienz
unmittelbar nach Operationen mit großem Blutverlust
bei sehr niederem Blutdruck (unter 90 mm Hg syst.)
bei akuter und schwerer Durchfallserkrankung
bei akuten Thrombosen

In vielen Fällen ist die Magnetfeldtherapie kontraindiziert, weil einfach noch nicht genügend Daten vorliegen. Bestimmte Gegenanzeigen erklären sich aus der Wirkung der Magnetfeldtherapie. So kann zum Beispiel durch Magnetfeldtherapie das Immunsystem angeregt werden. Dieser an und für sich wünschenswerte Effekt ist bei organtransplantierten Menschen nicht erstrebenswert, denn dadurch könnte das Immunsystem vermehrt gegen das Transplantat reagieren.

Durch Einwirkung von starken Magnetfeldern wird ein Herzschrittmacher in eine Art Basisprogramm versetzt. Daher müsste der Schrittmacher für eine optimale Funktion neu programmiert werden.
Endoprothesen werden aus nicht magnetisierbaren Metalllegierungen hergestellt. Die unterstützende Therapie mit Magnetfeld zur besseren Einheilung und Verankerung im Knochen ist eine ausdrücklich empfohlene Anwendung. Kontraindiziert sind hingegen durch Verletzungen eingebrachte magnetisierbare Metallsplitter im Gewebe, denn an deren Grenzflächen könnten kleine Spannungen mit nachteiligen Effekten induziert werden.

Starke Blutungen könnten durch Einwirkung des Magnetfeldes erst verspätet zum Stillstand kommen, weil Blutgefäße erweitert und Kapillarnetze geöffnet werden.

Alltägliches

Aber auch Gegenstände des Alltags können in der Umgebung von Magnetfeldern Probleme bereiten. Sie sollten:
mechanische und quarzgesteuerte Uhren
sowie Magnetkarten (Bankomatkarten, Kreditkarten)
Computerdisketten
Magnetbänder (Kassetten)

nicht in die unmittelbare Umgebung des Magnetfeldes von starken Permanentmagneten und Magnetfeldapplikatoren während des Betriebs bringen. Ein Sicherheitsabstand von 1 Meter sollte aber auf alle Fälle ausreichend sein. Die kleinen Klebemagnete verlieren mit zunehmendem Abstand rasch an magnetischer Flussdichte. Dennoch sollte man auch hier einen Sicherheitsabstand für magnetisierbare Gegenstände einhalten.

Medikamente

Die Magnetfeldtherapie kann als zusätzliche Behandlungsmethode zusammen mit notwendigen Medikamenten ihre Wirksamkeit entfalten. Durch die verbesserte Sauerstoffversorgung und Durchblutung wird auch die Stoffwechselsituation der Zellen gesteigert. Es kann durchaus vorkommen, dass Medikamente bei bestimmten Erkrankungen im Laufe der Magnetfeldtherapie niedriger dosiert und in einigen Fällen sogar abgesetzt werden können. Dies zu entscheiden überlassen Sie aber am besten dem Arzt Ihres Vertrauens.


Wissenschaftliche Anerkennung

Ein Problem der wissenschaftlichen Anerkennung der Magnetfeldtherapie liegt darin, dass viele Studien als Fallberichte angelegt sind. Die Wissenschaft fordert aber teure und aufwendige Doppelblindstudien. Dabei wissen weder der Untersucher noch der Untersuchte, ob sie mit dieser Methode behandelt werden. Hinzu kommt, dass Studien mit unterschiedlichen Geräten, unterschiedlichen Applikatorsystemen, verschiedenen Signalformen, Frequenzen und Flussdichten erstellt wurden und daher schwer für Kontrolluntersucher nachvollziehbar sind. Es wäre wünschenswert, wenn sich namhafte Hersteller von Magnetfeldtherapiesystemen zu einer übergeordneten Instanz zusammenschließen und gemeinsam unabhängige Studien finanzieren würden. Die Grundlagenforschung käme sicher der wissenschaftlichen Anerkennung dieser neuen Therapiemethode zugute und letztendlich auch den Herstellern. Denn dass die Magnetfeldtherapie eine große Zukunft hat, ist nach den vielen positiven bisherigen Untersuchungsergebnissen klar. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich diese Methode etablieren wird.

Therapieerfolg

Sie können einiges dazu tun, damit die Therapie mit Magnetfeldern Erfolg hat. Eine positive Einstellung wird bei jeder therapeutischen Methode und ärztlichen Handlung bessere Resultate erzielen lassen. Wenn Sie von vornherein sagen: "Was soll mir die Magnetfeldtherapie schon bringen? Die wird mir sicher auch nicht helfen!" vergeben Sie sich selbst eine Chance. Gehen Sie einfach mit einer entspannten und abwartenden Grundhaltung zur Therapie und lassen Sie die feinen Naturkräfte auf sich wirken.

Da eine Hauptwirkung der Magnetfeldtherapie auf den Vernetzungszustand von Wassermolekülen abzielt, sollten Sie vor und nach der Therapie ein Glas Wasser trinken. Unmittelbar danach sollten Sie nichts essen und natürlich keinesfalls rauchen. Nikotin verengt die Blutgefäße, verschlechtert die Sauerstoffversorgung und wirkt unmittelbar gegen ein Wirkprinzip der Magnetfeldtherapie. Ebenso verengt coffein in Kaffee und Schwarztee die Blutgefäße und hebt den Blutdruck. Verzichten Sie also einige Stunden vor und nach der Therapie auf Nikotin und coffeinhaltige Getränke.

Erwarten Sie bitte nicht die sofortige Besserung und Linderung Ihrer Beschwerden. Der therapeutische Erfolg kann erst nach und nach eintreten, denn es braucht Zeit, bis sich die Wirkung der Magnetfeldtherapie an den mikroskopisch kleinen Körperzellen auch in einer makroskopisch sichtbaren Struktur manifestiert. Und es benötigt wiederum Zeit, bis diese Struktur, oder ein Organ, wieder in einem harmonischen Regelkreis mit dem Organismus zusammenarbeitet.